Essen-Herbergen: Siegreiches Comeback für Fürsten-Look

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Isabel Freese mit Fürsten-Look: Bronze bei der WM 2018. (© von Korff)

2018 hatte der ehemalige Bundeschampion Fürsten-Look Bronze bei den Weltmeisterschaften der siebenjährigen Dressurpferde gewonnen. Seither war er kein Turnier mehr gegangen. Nun schickt er sich an, im ersten Anlauf das Burg-Pokal Ticket zu lösen.

Jedenfalls hat der nun neunjährige Fürstenball-Sohn Fürsten-Look heute unter seiner ständigen Reiterin Isabel Freese den Sieg in der Einlaufprüfung zur eigentlichen Qualifikation von Essen-Herbergen mit 72,049 Prozent für sich entschieden.

Allerdings waren die Richter sich recht uneins in ihrer Sicht der Dinge. Bei E saß Katja Giesecke. Norbert Giesecke richtete bei H. Heinz-Holger Lammers war Chefrichter bei C. John McCormack saß bei M und Jens-Ingolf Schlittgen bei B.

Katja Giesecke und John McCormack sahen Fürsten-Look an der Spitze des Feldes. Jens-Ingolf Schlittgen hatte ihn hingegen lediglich auf Rang acht. Dazwischen lagen 23 Punkte Unterschied. Aber nicht nur beim Sieger gingen die Meinungen der Unparteiischen auseinander.

Uneinige Beurteilungen

Platz zwei holte die achtjährige Hannoveraner Stute Quadrophenia v. Quasar de Charry unter Carina Bachmann. Wie Fürsten-Look ist auch sie keine Unbekannte. Fünfjährig wurde sie Sechste beim Bundeschampionat und sechsjährig Achte. Im vergangenen Jahr vertrat sie die deutschen Farben bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde, wo sie Rang 13 belegte. Heute kam sie auf 71,805 Prozent. Bei ihr reichte die Einschätzung des Richterkollegiums von Platz neun (Lammers bei C) bis Rang zwei (Katja und Norbert Giesecke).

Das Paar auf Rang drei war der Favorit des Chefrichters: Isabel Freese mit ihrem zweiten schwarzen Hengst, dem Totilas-Sohn Top Gear, der eine sehr gehorsame und willige Prüfung zeigte. Heinz-Holger Lammers setzte den achtjährigen Oldenburger Hengst mit 301 Punkten an die Spitze. Die Richter bei E und B hatten ihn hingegen nur auf den Plätzen 15 (279,5 Punkte) bzw. 16 (280,50).

So ähnlich sah es bei vielen Paaren aus. Frederic Wandres und der Ex-Bundeschampion Quizmaster rangierten bei Schlittgen an zweiter und bei Lammers an dritter Stelle. Doch da die anderen Kollegen die beiden deutlich schlechter sahen, waren sie schlussendlich als Achte gar nicht mehr platziert.

Vielleicht wird sich das Kollegium ja bis morgen einiger, wenn es ab 17.30 Uhr um die Tickets für Frankfurt geht. Alle Ergebnisse finden Sie hier.