WM junge Dressurpferde: D’Avie erneut auf Titelkurs, Donkey Boy dicht dahinter

Weltmeisterschaft junger Dressurpferde

Featurebild WM junge Dressurpferde (© Becker/Equitaris)

Die zweite Hälfte des Tages bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde 2019 gehörten den Siebenjährigen. Hier schickt sich der Hannoveraner D’Avie an, seinen Vorjahressieg zu wiederholen. Allerdings gab es einen, der in Sachen Qualität noch mehr Punkte holte als der Fuchs aus dem Stall Helgstrand.

Der Hannoveraner Hengst D’Avie v. Don Juan de Hus-Londonderry (Z.: Dorothee Heitmüller) begeisterte heute unter seinem spanischen Reiter Severo Jurado Lopez, Bereiter im Stall Helgstrand, vor allem mit seinem Galopp. Da gaben die Richter ihm eine 10,0. Mehr geht nicht. Den beiden gelang aber auch sonst eine pannenfreie Prüfung, die mit insgesamt 85,046 Prozent bewertet wurde. Wobei die Grundqualität des Pferdes mit 94,2 von 100 möglichen Prozent einfloss und die technische Ausführung der Lektionen in der Prüfung auf S-Niveau mit 75,893 Prozent.

Sensationelle 97 Prozent in Sachen Qualität erntete der Dänische Warmbluthengst Hesselhoy Donkey Boy v. Era Dancing Hit-Milan (Z.: ZG Hoeck) mit Jan Moeller Christensen im Sattel. Der schicke Braune war 2017 Dritter bei den Fünfjährigen in Ermelo gewesen. 2018 war er ebenfalls am Start, erwischte aber nicht das beste Wochenende. Heute gab es von den Richtern für die technische Ausführung 72,768 Prozent, wobei da z.B. auch eine wenig gelungene Grußaufstellung mit einfloss. Ansonsten kam Donkey Boy auf seine starke Qualitätsbewertung durch zweimal 10,0, einmal für den Schritt und dann für die Perspektive. Trab, Galopp und Durchlässigkeit sahen die Richter bei 9,5.

Dritte wurde die in Deutschland beheimatete Norwegerin Isabel Freese im Sattel des Weihegold- und Totilas-Sohnes Total Hope. Der Oldenburger Hengst (Z.: Christine Arns-Krogmann) kann seinen Vater wahrlich nicht leugnen, weder in der Erscheinung, noch hinsichtlich einiger seiner Talente, z.B. der Versammlungsbereitschaft. Die Richter bewerteten das Paar mit 82,148 Prozent, oder auch 91,60 Prozent für die Qualität und 72,768 Prozent in der technischen Ausführung.

Auch auf den weiteren Plätzen folgten alte Bekannte in Ermelo. Platz vier ging an den Oldenburger Matchball v. Millennium-De Niro (Z.: Helga Luetje) mit Stefanie Wolf im Sattel (81,875), gefolgt von Dorothee Schneider und der Oldenburger Stute Sisters Act Vom Rosencarree, die mit 75,268 Prozent die zweitbeste technische Bewertung hatte und insgesamt auf 81,434 Prozent kam.

Weitere Qualifizierte fürs Finale

Komplettiert wird die Liste der zwölf direkt qualifizierten Pferde fürs Finale durch die folgenden:

  • Henkie, KWPN v. Alexandro P unter Adelinde Cornelissen (81,254)
  • Bonderman, Westf. v. Belarus mit Betina Jaeger (79,286)
  • Haute Couture, KWPN v. Connaisseur, geritten von Dinja van Liere (77,384)
  • Icing for You U, SWB v. Ampere unter Meike Lang (76,536)
  • Quadrophenia, Hann. v. Quasar de Charry mit Carina Bachmann im Sattel (76,323)
  • Uno Don Olympic, DWB v. Don Olymbrio unter Anna Zibrandtsen (75,555)
  • Hot-Spot PB, KWPN v. Dancer Forever mit Anne Meulendijks (75,066).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.