Oldenburg: Erster Grand Prix-Sieg für Henri Ruoste und Kontestro

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Henri Ruoste und Kontestro Db in Oldenburg im Grand Prix. (© Anke Gardemann)

Riesenerfolg für den in Deutschland beheimateten Finnen Henri Ruoste im Grand Prix von Oldenburg gegen starke Konkurrenz.

Henri Ruoste ist Finne, lebt aber zusammen mit seiner Partnerin Senta Kirchhoff, die ebenfalls in Oldenburg am Start ist, in Menden. Ruoste stellte den zehnjährigen BWP-Wallach Kontestro vor, für den seine Züchter wohl eigentlich eher eine Karriere im Parcours vorgesehen hatten. Aber der Contendro-Cassini II-Sohn beweist seit dieser Saison, wiederholt, dass sein Zuhause eher zwischen A und C ist.

Turnierergebnisse verzeichnen die deutsche FN- und die internationale FEI-Datenbank erst seit Anfang 2020 für Kontestro. Ruoste ritt ihn in Le Mans, Dortmund und Hagen mit stetig steigenden Bewertungen. Aber gewinnen konnten die beiden bislang noch keinen Grand Prix. Bis heute. Mit 75,348 Prozent gewannen sie den Grand Prix von Oldenburg – und das vor einem deutschen Championatspaar.

Das waren Dorothee Schneider und Sammy Davis Jr., die beiden Mannschaftseuropameister 2017 und Mannschaftsweltmeister 2018. Bei ihnen wurden es 74,870 Prozent. Katrina Wüst bei B und Monique Peutz-Vegter bei M hätten Schneider auf Rang eins gesetzt – wobei Katrina Wüst den beiden Spitzenpaaren exakt dieselbe Punktzahl gab und sie gemeinsam vorne sah.

Dorothee Schneider belegte auch Rang. Mit DM-Bronzemedaillengewinner Faustus hatte sie nämlich noch ein zweites Eisen im Feuer. Der Falsterbo-Sohn kam auf 72,261 Prozent.

Ruostes Partnerin Senta Kirchhoff stellte den Louisdor-Preis Sieger 2019 vor, L’Arbuste. Mit 71,783 Prozent wurden sie Vierte vor Lena Waldmann auf Fiderdance (71,783) und der Niederländerin Madeleine Witte-Vrees im Sattel ihres Championatspferdes und zweifachen Weltcup-Finalisten Cennin (70,935).

Springen

Das abendliche Springen der großen Tour über 1,45 Meter wurde nach hauchdünner Entscheidung zur Beute des Niederländers Gerco Schröder auf dem inzwischen 16-jährigen KWPN-Hengst Zaranza. Nur drei hundertstel Sekunden trennten Schröder von dem zweitplatzierten Brasilianer Thiago Ribas da Costa auf Kassandra van’t Heike, einer Tochter von Christian Ahlmanns Epleaser, 52,76 zu 52,79 Sekunden. Jur Vrieling holte Rang drei wieder in die Niederlande. Er saß im Sattel des neunjährigen belgischen Plot Blue-Sohnes Fiumicino Van De Kalevallei und musste sich ebenfalls nur knapp, das heißt um fünf hundertstel Sekunden geschlagen geben.

Ebenso dicht dahinter wurde mit vier hundertstel Sekunden Abstand Max Haunhorst als Fünfter bester Deutscher. Er saß einmal mehr auf seiner elfjährigen Erfolgsstute Chaccara v. Chacco-Blue, der er unter anderem den Sieg im Championat von Neumünster 2019 verdankt.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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