Regeländerung Dressur-Weltcup: FEI äußert sich zu Diskussionen

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Das ist der Pott! Und wer sich die Wweltcuptrophäe genau anschaut, der sieht, wie sich Fotografin Pauline von Hardenberg darin spiegelt. Weltcupfinale Paris 2018 (© www.paulinevonhardenberg.com)

Die FEI hat aufgrund der Corona-Pandemie das Regelwerk für das Weltcupfinale Dressur in Göteborg geändert – und damit für Diskussionen gesorgt. Ein Streitpunkt ist unter anderem das Datum der Veröffentlichung. Nun hat sich die FEI erklärt.

Anfang Januar wurde bekannt, dass die FEI die Regelungen der Finalteilnahme beim Weltcup-Finale Dressur in Göteborg verändert hat. Das hatte zu Diskussionen geführt. Der Grund: Das Veröffentlichungsdatum der neuen Regelungen trägt den 6. Dezember 2020. So kam der Vorwurf auf, die FEI habe nicht den Formweg eingehalten und niemanden über die Regeländerung informiert.

Bevorzugung?

Außerdem wurde der FEI Klüngelei mit den Europäern vorgeworfen. Die neue Regelung gebe den Reitern der Westeuropa-Liga den Vorzug, weil die drei Startplätze für den „Non-League Rider“, die Wildcard für die veranstaltende Nation und den Punktbesten der Saison jenseits seiner Liga wegfallen und diese freien Plätze mit Startern aus Westeuropa aufgefüllt werden sollen.

Und weil das Gros der Weltcup-Qualifikationsturniere der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen ist, reichen jetzt zwei Starts mit mehr als 68 Prozent in einer Grand Prix Kür seit dem 1. Januar 2019 in einem CDI3/4/5* oder CDIO aus, um sich qualifizieren zu können.

Stellungnahme der FEI

Von Seiten der FEI heißt es nun, dass der Beschluss infolge eines administrativen Fehlers den 6. Dezember als Veröffentlichungsdatum trägt. Dies sei aber lediglich das Datum des internen Bearbeitungsprozesses.

Die Regelungen seien in Zusammenarbeit mit dem Dressurkomitee, u.a. sei auch Ausschussmitglied George Williams aus den USA eingeladen gewesen, und dem FEI Board zwischen dem 1. und 16. Dezember erarbeitet worden.

Im Anschluss seien alle nationalen Föderationen, FEI-Organisationen inklusive der Internationale Dressurreiter Club (IDRC) sowie die Interessenvertretungen am 17. Dezember informiert und der Beschluss sei auf der FEI-Homepage veröffentlicht worden.

Auf Anraten des Dressurkomitees

Dass die drei verbliebenen Plätze an Reiter aus Westeuropa gehen, sei ein Vorschlag des FEI-Dressurkomitees gewesen. Dieses sei der Ansicht, dass nicht alle verteilten Startplätze auch genutzt werden würden, so dass möglicherweise noch Platz sein würde für einen Reiter ohne Ligenzugehörigkeit, falls denn gereist werden dürfe.

Zudem habe man den Startplatz für den Reiter aus Gastgebernation nicht vergeben müssen, weil Patrik Kittel sich schon qualifiziert hatte.

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