Semmieke Rothenberger und Flanell erste Sieger beim Mannheimer Maimarkt

Instagram Semmieke Rothenberger Flanell

Auf Instagram hatte Semmieke Rothenberger ihre Follower mitgenommen auf die (Trainings-)Reise mit Flanell (© www.instagram.com/semmie_rothenbergerofficial)

Beim Mannheimer Maimarkt-Turnier steht in den kommenden drei Tagen die Dressur auf dem corona-konformen Programm. Den Sieg zum Auftakt sicherte sich Semmieke Rothenberger vor Hannah Erbe.

Die Einlaufprüfung zum Piaff-Förderpreis ging auf dem Gelände des Mannheimer Maimarkts mit beinahe zwei Prozent Abstand an Semmieke Rothenberger und Flanell. Für das Paar hagelte es Achten in vielen Lektionen. Sie summierten sich zu 75,618 Prozent. Das war der Sieg. Man hätte sich gewünscht, dass die Apache-Tochter noch beständiger mit offenem Ganaschenwinkel gegangen wäre. Lektionssicher ist die braune Stute aber. Und Semmieke Rothenberger ist als starke Prüfungsreiterin bekannt.

Platz zwei ging an Hannah Erbe und Routinier Carlos. Das Paar, das in den Farben der Deutschen Bank Reitsport Akademie unterwegs ist (DBRA), kam auf 73,824 Zähler und punktete vor allem mit seiner guten Galopptour. In der ersten Piaffe- Passage-Tour war er unruhig im Hals, so als habe ihn etwas gestört. Zu einig waren sich die Richter nicht. Wäre es nach der Jurorin bei C, Alice Schwab, gegangen, hätte Hannah Erbe das Viereck als Siegerin verlassen. Alle anderen sahen die Kombination vom Niederrhein an vierter Stelle.

 

Auch bei der Drittplatzierten, Ann-Kathrin Lindner und Sunfire, gab es Differenzen in der Beurteilung. Die Prozentzahlen lagen zwischen 70,7 und 75,7, die Platzziffern von eins bis fünf. Der San Amour-Sohn zeigte ausdrucksstarke fliegende Galoppwechsel, die Piaffen waren noch leicht im Vorwärts angelegt, was in begrenztem Rahmen in dieser Klasse nicht negativ ist, ein Meter ist hier ausdrücklich erlaubt. Teuer war deutliche Spannung bei der Rückführung vom starken in den versammelten Schritt. Da mutmaßte der Württemberger FBW-Wallach wohl, er solle wo möglich anpiaffieren oder -passagieren. Damit war mehr als eine 5 in dieser Lektion, Koeffizient zwei in der Endabrechnung, nicht drin.

Die beiden Größten, Ellen Richter und der Vitalis-Sohn Vinay, zeigten starke Serienwechsel zu zwei Sprüngen und von Sprung zu Sprung. An den Pirouetten muss das Paar noch arbeiten. Zwischen Platz eins und neun (Thomas Kessler als Richter bei H) differierte hier die höchstrichterliche Meinung. In Noten ausgedrückt reichte das Spektrum der Beurteilungen von 70,294 bis 75,441 Prozent.

Fünfter wurde der Kerl im Reigen der Deutsche Bank Reitsport Akademie, Raphael Netz aus Aubenhausen mit seinem EM-Pferd Lacoste. Das Duo gehört zum „Team Aubi“, das nachher noch im Grand Prix für Jessica von Bredow-Werndl und Zaire-B die Daumen drücken wird, wenn es in die Prüfung geht, in der Isabell Werth und Bella Rose sich zurück im Sport melden wollen. „Raphi“ kam auf 73,09 Prozent und rangierte damit vor Alexa Westendarp und Der Prinz (71,706) und Ann-Kathrin Lindner mit Flatley (71,676).

Nach der heutigen Intermédiare II geht es morgen für die U25-Reiterinnen und Reiter in den Kurz Grand Prix, der um 8.15 Uhr beim Mannheimer Maimarkt beginnt.

Die Ergebnisse von heute finden Sie hier.

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