U21-EM Pilisjaszfalu: Silber für Deutschland, Daphne van Peperstraten und Marten Luiten führen die Niederlande zu Gold

Bildschirmfoto 2020-08-18 um 14.58.54

Das deutsche U21-Silbertrio mit Henriette Schmidt auf Rocky's Sunshine, Lia Welschof mit First Class und Luca Sophia Collin im Sattel von Descolari. (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Spannend bis zum Schluss war die Mannschaftswertung der U21-Europameisterschaften der Dressurreiter 2020 im ungarischen Pilisjaszfalu! Der Held der Stunde heißt Marten Luiten.

Mit 222,940 Punkten setzten sich die Niederländer gegen das deutsche Trio durch, die es auf 222,030 Zähler gebracht hatten. Mit einigem Abstand dahinter folgten die Dänen mit 215,794 Punkten.

Nachdem das deutsche Team im Vorfeld mit einigen Ausfällen zu kämpfen hatte, war die Mannschaft von vornherein nur zu dritt am Start gewesen. Alle drei Reiterinnen haben ihr Bestes gegeben und super Leistungen abgeliefert. Am Ende mussten sie sich mit einem hundertstel Punkt Abstand geschlagen geben.

Henriette Schmidt und Rocky’s Sunshine hatten das Team nach Tag eins mit 72,824 Prozent in Führung gebracht. Luca Sophia Collin und Descolari legten heute in aller Frühe nach: 73,412 Prozent. Für beide Reiterinnen war das ein persönliches Bestergebnis in internationalem Vergleich.

Drittes Paar für Deutschland waren Lia Welschof und First Class, die nach einem schönen Ritt mit 75,794 Prozent aus dem Viereck kamen und damit in der Einzelwertung Dritte wurden vor ihren beiden Teamkameradinnen auf den Plätzen vier und fünf.

Eigentlich hatte Welschof ihr langjähriges Erfolgspferd Linus K reiten sollen. Stattdessen hatte sie den neunjährigen, in Brandenburg gezogenen First Class v. Fürst Romancier gesattelt, der in Pilisjaszfalu sein internationales Debüt gab, national hat er aber bereits S-Siege auf dem Konto.

Das Fazit von Equichefin Maria Schierhölter-Otte gegenüber der FN: „Diese Silbermedaille ist ein toller Erfolg. Erst recht angesichts dieser besonderen Saison, den knappen Nominierungen und der kurzfristigen Änderungen vor der Abreise.“

Ähnlich äußerte sich auch Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen: „Wir sind alle stolz drauf, dass wir das so geschafft haben. Die geringe Differenz zu den Niederländern macht uns stolz. Das Siegerteam ist toll geritten, das verdient absoluten Respekt.“

Starke Niederländer holen Gold

Für die Niederlande sah es gestern noch gar nicht unbedingt nach Sieg aus, als Thalia Rockx und Golden Dancer de la Fazenda wegen Blut am Maul abgeklingelt wurden. Doch zuvor hatten schon Quinty Vossers und der erst achtjährige Hummer mit 71,235 Prozent eine – in Punkten ausgedrückt – solide Runde gedreht. Tatsächlich wäre sogar noch eine deutlich höhere Bewertung drin gewesen für das sympathische Paar, hätten sie beim fliegenden Galoppwechsel nach dem starken Galopp nicht einen dicken Patzer gehabt. Ansonsten war das eine sehr harmonische, gelungene Prüfung.

Das erfahrenste Paar im niederländischen Team, Daphne van Peperstraten auf ihrem Johnson-Sohn Cupido, lieferte eine korrekte Vorstellung, die mit 75,882 Prozent bewertet wurde. Damit liegt das Duo, das zusammen schon an drei Europameisterschaften teilgenommen hat, in der Altersklasse U18 bereits mit mehreren Einzelgoldmedaillen dekoriert ist und 2019 zur U21-Silbermannschaft gehört hatte, derzeit an der Spitze des Rankings.

Über Gold oder Silber für die Niederlande musste der erst 18-jährige Marten Luiten entscheiden, der im vergangenen Jahr mit seiner Fynona drei Silbermedaillen bei den Junioren-Europameisterschaften gewonnen hatte. Heute trugen die beiden mit einer sehr harmonischen exakten Vorstellung maßgeblich zum Mannschaftsgold bei den Jungen Reitern bei. Mit 75,823 Prozent liegen sie in der Einzelwertung an zweiter Stelle.

Das Bronze-Team

Die mit Bronze dekorierten Dänen belegten in der Einzelwertung die Plätze sechs, sieben, zwölf und 14. Bestes Paar waren mit 72,794 Prozent Sara Aagaard Hyrm und Skovborgs Romadinov, gefolgt von Karoline Rohmann und Jakas Don Louvre (72,559). Laura Jarlkvist Rasmussen und Aatoftens Dornier wurden mit 70,441 Prozent Zwölfte. Maria Meijlgaard Jensen und Antango du Feuillard lieferten mit 70,382 Prozent das Streichergebnis.

Alle Ergebnisse aus Pilisjaszfalu finden Sie hier.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.