Wiener Neustadt: Zwei weitere Grand Prix-Siege zum Abschluss des Osterturniers

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Lisa-Maria Klössinger und Daktari auf dem Weg zum Titel bei den U25-Europameisterschaften 2017 in Lamprechtshausen. (© Fotoagentur Dill)

Es war schwierig, an den Deutschen vorbeizukommen, beim österlichen Dressurturnier in Wiener Neustadt, Österreich. Zumindest in der großen Tour versuchte die Konkurrenz das bis zum Schluss vergeblich.

Benjamin Werndl und sein westfälischer Damon Hill-Sohn Daily Mirror hatten sich für die Special Tour entschieden. Bereits im Qualifikations-Grand Prix hatten sie die Nase vorn. Und im Special selbst war auch kein Vorbeikommen an ihnen. Mit 73,255 Prozent ließen sie die Österreicherin Ulrike Prunthaller auf dem Quaterback-Sohn Quebeck hinter sich (73,021).

Platz drei ging an den Spanier Borja Carrascosa, der allerdings schon eine Weile in Krefeld lebt, wo er sich als Ausbilder selbstständig gemacht hat, nachdem er längere Zeit für den Hof Kasselmann aktiv gewesen war. Er stellte mit dem neunjährigen Westfalen Ein Traum v. Estobar ein Pferd aus der bekannten Zucht des verstorbenen Norbert Borgmann vor und erhielt 72,277 Prozent. Für den Fuchs war es übrigens das erste „richtige“ Grand Prix-Turnier.

Kür-Tour an Lisa Klössinger

Nicht minder zufrieden konnte die Deutsche Bank Reitsport-Akademistin Lisa-Maria Klössinger mit ihrem Wochenende sein. Mit Top-Pferd Daktari v. Donautanz, der ihr im vergangenen Jahr ihren ersten EM-Titel beschert hatte, gewann sie nicht nur den Grand Prix, sondern heute auch die Kür. 76,775 Prozent gaben die Richter dem Paar, das dieses Jahr seine erste reguläre Grand Prix-Saison bestreitet.

Zweiter wurde Special-Sieger Benjamin Werndl, diesmal auf dem 15-jährigen Oldenburger Der Hit v. Del Gado (73,650 Prozent).

Rang drei ging nach Luxemburg, an Sascha Schulz im Sattel des Lusitanos Dragao, der vor kurzem als erster Vertreter seiner Rasse die Zuchtzulassung des Oldenburger Verbandes erhalten hatte.

Foundation Zweiter in der Mittleren Tour

Matthias Alexander Rath hatte einige Nachwuchspferde mit nach Wiener Neustadt genommen, so auch den Hannoveraner Hengst Foundation v. Fidertanz, der 2017 noch Finalist im Nürnberger Burg-Pokal gewesen war. In Wiener Neustadt stellte Rath den stark frequentierten Deckhengst erstmals in der Mittleren Tour vor.

Die Intermédiaire A hatten sie gewonnen. In der Intermédiaire B mussten sie Ulrike Prunthaller auf Quarz den Vortritt lassen. Der Quaterback-Sohn kam auf 71,725 Prozent. Bei Foundation wurden es 71,550.

Rang drei ging erneut nach Luxemburg, diesmal allerdings an Nicolas Wagner, der ebenfalls auf einem Quaterback-Nachkommen saß: Quater Back Junior. Auch hier war das Ergebnis knapp im Vergleich zu den vor ihnen Rangierten: 71,350 Prozent.

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