Zentraleuropäische Dressurveranstalter: Martin Richenhagen an Spitze des Dressurkomitees

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Central European Dressage Working Group

In der Kandidatendiskussion um den Vorsitz des FEI-Dresurkomitees hat sich nun die Central European Dressage Working Group zu Wort gemeldet und sich mit Nachdruck hinter Martin Richenhagens Kandidatur gestellt. Der Weltverband FEI bekommt keine guten Noten.

Wer wird zukünftig dem FEI-Dressurkomitee vorstehen? Parallel zur Vollversammlung des Weltreiterverbandes (FEI) in Antwerpen hat sich die Central European Dressage Working Group (CEDWG) nun zu Wort gemeldet. Der Zusammenschluss von Turnierorganisatoren aus dem Dressurlager umfasst Veranstalter aus Österreich, der Tschechischen Republik, Ungarn, der Slowakei und Polen. Ihr Favorit für den Vorsitz: Martin Richenhagen.

Mit Nachdruck verweist die Präsidentin der CEDWG, die Österreicherin Elisabeth Max-Theurer darauf, dass nach Ansicht der zentraleuropäischen Turnierveranstalter schon allein aus dem Regelwerk der FEI heraus nur ein einziger der drei Kandidaten – Maribel Alonso (MEX), Ulf Helgstrand (DEN) und Martin Richenhagen – für das Amt des Vorsitzenden des Dressurkomitees in Frage käme, nämlich Richenhagen. „Hier in Antwerpen soll der oder die neue Vorsitzende des Dressurkomitees gewählt werden. Bei genauerem Blick auf das FEI-Reglement bezüglich der Verhaltensmaßregeln von Offiziellen (Officials‘ Code of Conduct), bliebe – beispielsweise, weil kein Richter dieses Amt bekleiden darf – nur ein Kandidat übrig, der diesen hohen Ansprüchen genügen würde: Richenhagen.

Martin Richenhagen der „einzige Kandidat“

Der studierte Theologe und langjährige Geschäftsführer eines weltweit agierenden Agrarunternehmens sei unabhängig, kompetent und habe viele Ideen, wie man den Dressursport weiterentwickeln könne. Dazu bringe er vielerlei Erfahrungen mit, nicht nur als Konzernleiter, sondern auch als Equipechef bei Olympischen Spielen und internationaler Dressurrichter. Martin Richenhagen hat seine Richtertätigkeit aber schon seit langem eingestellt. Ohne, wie seitens der CEDWG betont wird, zu diesem Zeitpunkt schon von einer möglichen Kandidatur für den Vorsitz im FEI-Dressurkomitee zu wissen.

Die CEDWG sei gegründet worden, um der Dressur in den zentraleuropäischen Ländern nach vorne zu verhelfen. Bei diesem Bemühen sei die FEI wenig unterstützend gewesen. Für das neue Dressurkomitee fordere man mehr Demokratie und Transparenz.


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