Infektiöse Anämie: Neuer Fall in NRW, Warnung vor illegalem Pferdehandel

Schon wieder musste ein Pferd eingeschläfert werden, weil es an der tödlichen infektiösen Anämie erkrankt war. Diesmal in Nordrhein-Westfalen, im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Wie das Internet-Portal „Animal Health Online“ berichtet, handelt es sich dabei um ein Pferd, dass aus Nordrhein-Westfalen stammt und das seinen Heimathof seit Jahren nicht verlassen hat. Bei den bislang bekannt gewordenen Fällen in Hessen, Bayern und NRW hatte es sich um Pferde gehandelt, die ohne die erforderlichen Gesundheitsatteste aus Rumänien importiert worden waren, wo „allein im vergangenen Jahr mehr als 11.000 Pferde betroffen waren“, wie Amtstierarzt Dr. Peter Richter gegenüber Animal Health Online berichtete.

Das jetzt erkrankte Pferd stammt aus einem großen Betrieb mit 83 Pferden, der nun für den Pferdeverkehr gesperrt wurde. Momentan laufen die Blutanalysen der Tiere des Hofes. Darüber hinaus stehen neun weitere Höfe mit insgesamt 120 Pferden unter Quarantäne, die im Umkreis von einem Kilometer um den Ausbruchsstall liegen. Quelle

Besorgniserregend ist der scheinbar schwungvolle Handel mit „Billigpferden“ aus Rumänien, die teils legal, vielfach aber auch illegal nach Deutschland eingeführt wurden. Angesichts diverser Fälle in Bayern hat die „Augsburger Allgemeine Zeitung“ recherchiert und herausgefunden, dass es anscheinend möglich ist, die vorgeschriebenen Bluttests auf Infektiöse Anämie für Importpferde zu umgehen. Außerdem würden Pferde mit falschen Papieren versehen verkauft. Ein anderer Trick sei der Schlachtpferdehandel. Pferde, die als Schlachttiere deklariert über die Grenze kommen, müssen nicht unbedingt gestestet werden. In Deutschland angekommen, werden sie dann nicht getötet, sondern zu Billigpreisen an ahnungslose Pferdeliebhaber verkauft. Quelle

In der Schweiz gilt seit dem 1. Oktober ein Importverbot für Pferde aus Rumänien.

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