Le Mans: Charlotte Dujardins Erlentanz siegreich mit seinem Besitzer, deutscher Nachwuchs top

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Charlotte Dujardin (GB) und Erlentanz, beim CHIO Aachen 2019 (© von Korff)

In der Saison 2019 stellte Charlotte Dujardin den Trakehner Erlentanz sehr erfolgreich vor. Doch sie war nur die Krankheitsvertretung für den eigentlichen Besitzer, Sonnar Murray Brown. Der ist dieses Wochenende nun erstmals selbst wieder international mit „Erly“ unterwegs. Und das mit Erfolg.

Beim CDI Le Mans holten die beiden gestern einen sicheren Sieg im Grand Prix und einen persönlichen Rekord: 73,652 Prozent, Rang eins bei vier von fünf Richtern. Für die beiden als Paar war es die erste internationale Prüfung seit Juli 2018. Und für das Pferd das erste Turnier seit dem CHIO Aachen 2019, wo er mit Charlotte Dujardin jeweils Fünfter in Grand Prix und Kür sowie Dritter im Special war.

Platz zwei ging an den in Deutschland beheimateten Finnen Henri Ruoste auf Kontestro DB (72,891), gefolgt von Anders Dahl (DEN) mit Fidelio van het Bloemenhof (71,565).

Auf den Rängen dahinter prangte wieder die britische Flagge dank Gareth Hughes mit Woodstock (71,370) und Laura Tomlinson auf ihrer Zukunftshoffnung Rose of Bavaria.

Besonders der Auftritt von letzterer war mit Spannung erwartet worden, nachdem sie am Wochenende zuvor fast 80 Prozent bei einem nationalen Grand Prix erreicht hatten. Daran konnten sie in Le Mans nicht anknüpfen: 70,870 Prozent gaben die Richter dem Paar, Platz fünf.

Deutsche Paare waren im Grand Prix nicht am Start. Wohl aber in den Nachwuchsprüfungen. Und das hoch erfolgreich!

Doppelsieg bei den Ponys

Die Mannschaftsaufgabe der Ponyreiter machten Shona Benner auf Der kleine Sunnyboy und Antonia Roth auf Daily Pleasure WE bei ihrem gemeinsamen internationalen Debüt. Am Ende siegte die dreifache BronzemedaillengewinnerinPony-EM Strzegom: Aller guten Dinge sind drei für Shona Benner Shona Benner auf ihrem bewährten kleinen Sunnyboy mit 74,048 Prozent.

Das Paar Roth/Daily Pleasure ist neu. Seit Dezember gehört der neunjährige Hengst der Familie Roth, und für Antonia ist Le Mans erst das zweite Turnier mit ihm und das erste internationale. Daily Pleasure ist freilich schon ein alter Hase. Bekannt wurde er unter Antonia Busch-Kuffner, mit der er im vergangenen Jahr auch an der EM teilnahm, dem letzten gemeinsamen Turnier der beiden.

Platz drei ging in die Niederlande, an Jill Kempes im Sattel von Next Black Magic (70,286). Die dritte deutsche Ponyreiterin im Aufgebot, Sophia Luisa Duen auf Cosmoplitan, belegte mit genau 68 Prozent Rang elf.

Pistner gegen den Lokalmatador

In der Juniorentour ist nur eine deutsche Starterin unterwegs: Valentina Pistner auf dem ehemaligen Nürnberger Burg-Pokal Sieger Flamboyant. Die beiden waren das einzige Paar, das in der U18-Mannschaftsaufgabe ein Ergebnis über 70 Prozent erzielen konnte. Mit 72,828 Prozent setzten sie sich gegen Alexandre Cheret mit seinen zwei Pferden durch. Der 16-Jährige ist ein Vertreter der Gastgeber und war im vergangenen Jahr noch bei der EM der Ponyreiter in Strzegom im Einsatz. Auf Doruto kam er auf 69,596 Prozent, auf Bamona gab es 69,293 Prozent. Der spanische Richter Francisco Guerra Diaz bei B hatte Cheret sogar vor der Siegerin eingeordnet.

Heute morgen in der Einzelaufgabe gab es eine weitere gelbe Schleife, diesmal mit 71,912 Prozent. Die Niederländerin Fleur Prinsen ritt Fleur mit 70,637 Prozent auf Rang zwei (70,637). Alexandre Cheret und Bamona reihten sich an dritter Stelle ein (69,069).

Noch ein deutscher Doppelerfolg

Gleich vier deutsche Paare sind in der U25-Tour der jungen Reiter am Start. Der Sieg ging an Emily van Loon im Sattel des Württembergers Despereaux mit 70,049 Prozent, gefolgt von Franz-Otto Damm auf einem weiteren DSP-Vertreter, dem zehnjährigen Lord Fantastic-Sohn Lifestyle (69,363). Camille Audo und Behroez holten Rang drei für die Gastgeber (69,216).

Tabea Schroer ist die dritte deutsche U21-Reiterin, die mit Filegra und Florenciano gleich zwei Eisen im Feuer hat. Mit ersterer kam sie auf 68,173 Prozent und wurde Achte. Florenciano, den sie von Eyal Zlatin übernommen hat, ritt sie zu 66,912 Prozent, das war Rang 13.

Alle Ergebnisse aus Le Mans finden Sie hier.

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