CHIO Aachen 2018: Deutsche Voltis überzeugen auf ganzer Linie

CHIO Aachen 2018 _Nationenpreis

Das Team aus Fredenbeck konnte sich über den Sieg im Nationenpreis beim CHIO Aachen 2018 freuen. (© CHIO Aachen/ Michael Strauch)

Das Weltfest des Pferdesports ist bereits seit dem letzten Wochenende in vollem Gange. Und das Turnier lief bisher aus deutscher Sicht richtig gut: Im Nationenpreis der Voltigierer sicherten sich unsere Athleten einen Doppelsieg.

Genau wie in den anderen Disziplinen, tragen auch die Voltigieren im Rahmen des CHIO Aachen 2018 einen Nationenpreis aus. Traditioniell machen die Athleten zu Pferd den Auftakt in Aachen, daher fiel am Sonntag bereits die erste spannende Entscheidung in der Albert-Vahle-Halle. Acht Mannschaften aus sechs Nationen hatten sich auf die Starterliste eingetragen – Deutschland und die Schweiz mit jeweils zwei Teams – dabei bestand jede Mannschaft aus zwei Einzelvoltigieren und einer Gruppe. Deutschland war schon als Favorit in den Nationenpreis gestartet. Spannend war nur die Frage, welches Team am Ende die Nase vorne haben würde!

Mit 26,76 Punkten setzte sich schlussendlich Deutschland I gegen Deutschland II durch. Für siegreiche Mannschaft starteten das Team Fredenbeck, Kristina Boe und Jannik Heiland. Besondes erfolgreich verlief der Wettkampf für Jannik Heiland, der auf Pferd Dark Beluga (Longe: Barbara Rosiny) eine Wertung von 9,011 Punkten erhielt. Der 25-Jährige interpretierte die Klänge von dem Film „Der Pianist“, zeigte hierbei Höchstschwierigkeiten. Ebenfalls für einen echten Klassiker, entschied sich das Team Fredenbeck: Für ihre Kür zum Thema „Faust“ auf Pferd Wizaro (Longe: Gesa Bühring) erhielt die Gruppe 8,509 Punkte.  Auch Kristina Boe, die übrigens hauptberuflich aus Unfallchirurgin tätig ist, trug mit ihren 8,756 Punkten, welche sie auf Don de la Mar (Longe: Winnie Schlüter) erzielte, maßgeblich zum Mannschaftssieg bei.

Doppelsieg für Deutschland

Knapp geschlagen geben, musste sich damit Deutschland II. Aber auch das Team Norka des VV Köln-Dünnwald, Sarah Kay und Thomas Brüsewitz glänzten durch starke Auftritte. Für Thomas Brüsewitz und seine Truman-Show auf dem Rücken von Danny Boy, longiert von Patric Looser, gab es 8,422 Punkte. Patric Looser war ebenfalls Longenführer von Picardo, auf dem das Team Norka seine Kür fast fehlerfrei absolvierte. Mit der Wertung von 8,671 scheinen die Voltigierer aus Köln auch bestens in Form für die Weltreiterspiele in Tryon, für welche die Gruppe bereits gesetzt ist. Dazu kamen außerdem 8,386 Punkte von Sarah Kay mit Sir Valentin (Longe: Dr. Dina Menke), was für Deutschland II insgesamt 25,479 Punkte bedeutete.

Platz drei ging an die Österreicher, welche ein ebenfalls gutes Mannschaftsergebnis von 24,482 Punkten erreichen konnten. Bundestrainerin Ulla Ramge zeigte sich nach dem Erfolg ihrer Voltigierer mehr als zufrieden: „Ich freue mich riesig über unseren erneuten Doppelsieg. Das ist absolut nicht selbstverständlich, auch hier in Aachen nicht. Da muss alles passen und es geht um jeden Galoppsprung. Es ist jedes Mal wieder spannend. Ich denke, wir sind hervorragend aufgestellt für die Weltreiterspiele.“

Die Einzelentscheidungen

Sieben Jahre hat es gedauert, bis wieder ein deutscher Sieg im Pas de Deux bejubelt werden konnte. Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs konnten zu spanischer Musik auf Pferd Danny Boy (Longe: Alexandra Knauf) starke 9,066 Punkte erturnen. Damit setzten sich die amtierenden Weltcup-Sieger, die zudem auch 2011 für den letzten deutschen Triumph in der Prüfung gesorgt hatten, gegen die Vorjahres-Sieger Lorenzo Lupacchini und Silvia Stopazzini aus Italien durch. „So richtig glauben können wir es nicht. Das ist viel mehr als wir uns erhofft hatten. Wir hatten uns als Ziel gesetzt, einfach nur unsere Trainingsleitung bestmöglichst abzurufen, harmonisch und sauber zu sein und vor allem Ausruck und Stimmung in die Halle zu bringen. Ich glaube, das haben wir geschafft. Dass es dann auch noch für den Sieg gereicht hat, ist genial,“ äußerte sich ein überglücklicher Torben Jacobs anschließend.

Schon am Samstag war die Einzelentscheidug bei den Herren gefallen. Hier siegte Thomas Brüsewitz, vor Jannik Heiland und Jannis Drewell. Auch bei den Damen konnte Deutschland gleich dreifach brillieren: Kristina Boe gewann die Konkurrenz, dahinter reihten sich Sarah Kay und Janika Derks ein. In der Gruppen-Entscheidung konnte sich das Team Fredenbeck mit knappen Vorsprung gegen das Team Norka vom VV Köln-Dünnwald durchsetzen. Dahinter rangierte die Gruppe UVT Eligius aus Österreich.

Alle Ergebnisse vom CHIO Aachen 2018 finden Sie hier.

 

Quelle: FN

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