CHIO Aachen: Voltigierer machen den Auftakt – drei deutsche Siege


Damen-Sieg für Kristina Boe (Mitte)

Das Weltfest des Pferdesports in der Aachener Soers hat begonnen. Das erste Wochenende gehört den Voltigierern. Bei den Damen, den Herren und auch in der Teamwertung waren die Deutschen nicht zu schlagen.

In der Einzelwertung der Damen konnte sich Kristina Boe nach drei Prüfungen ihren ersten Aachen-Sieg sichern. Für ihre neue anspruchsvolle Kür zum Motto „Zombie“ auf ihrem Routinier Don de la Mar, der von Winnie Schlüter longiert wurde, erhielt die Unfallchirurgin aus Hamburg die Note 8,654. Bundestrainerin Ursula Ramge sprach von einer Choreografie mit „einem Feuerwerk an Schwierigkeiten von Anfang bis Ende“. Die aktuelle Weltcup-Zweite schaffte es dennoch, das Programm wie ein Kinderspiel aussehen zu lassen. Perfekt ausbalanciert gelangen die stehenden Übungen. Mit Leichtigkeit die kraftbetonten Elemente. In der Endabrechnung kam Kristina Boe auf  eine Gesamtnote von 8,108 und gewann. Der Vorsprung zur Zweitplatzierten war allerdings denkbar knapp. Janika Derks lag am Ende nur ein Tausendstel hinter Boe, 8,107 lautete das Endergebnis der 26-jährigen, die ihre erstes Jahr bei den Damen turnt und zuvor mit dem RSV Neuss-Grimlinghausen in der Gruppe Welt- und Europameisterin geworden war. Dritte wurde Anna Cavallaro (ITA) mit der Endnote 7,931.

Herren
Thomas Brüsewitz sorgte bei der Herrenkonkurrenz für den zweiten deutschen Erfolg. Auf Bigstar, mit dem er erst seit September ein Team bildet, an der Longe von Irina Lenkeit konnte auch er seinen ersten Einzel-Sieg in der Soers feiern. Brüsewitz zelebrierte seine Kür mit einer Eleganz und Leichtigkeit, an die heute kein anderer Konkurrent herankam. Die Endnote von 8,681 spricht für sich. „Ich war aufgeregt, wie noch nie zuvor in meinem Leben und stand wahnsinnig unter Druck“, sagte er im Anschluss. In der Gesamtwertung kam Brüsewitz auf  8,168.
Der Österreicher Stefan Csandl wurde mit Diva (Longe: Carolyn Bland) Dritter in der Kür mit seinem Tanz unter dem Motto „Poseidon“ zur dramatischen Musik aus dem Film „Der weiße Hai“ (8,536). In der Gesamtwertung bedeutete das Rang zwei (7,983). Auf Platz drei hielt Vincent Haennel die französische Fahne hoch. Er hatte auf seinem Quartz d’Olbiche (Longe: Fabrice Holzberger) die Pflicht gewonnen und belegte sowohl in der Technik als auch in der Kür Rang fünf. Das ergab insgesamt eine 7,908.

Team
Mit insgesamt 7,862 Punkten konnte sich das Team Köln-Dünnwald I auf Danny Boy mit Longenführer Patric Looser gegen die Konkurrenz durchsetzen und sich den Gesamtsieg der Gruppen holen. Das Team zelebrierte ihr Motto „König der Löwen“ mit Energie, Ausdruck und einem hohen Schwierigkeitsgrad. Für einen Schreckmoment sorgte ein Sturz der Turnerin Jonna Hohbach, die beinahe unter die Hufe von Danny Boy geriet. Doch es ging alles gut und die Gruppe turnte ihr Programm souverän zu Ende. In der Kür hatte es mit dem Patzer nur zu Platz vier gereicht (8,094), aber zusammen mit der überragenden Pflicht gestern war dem Kölner Team der der erste Platz im Gesamtklassement trotzdem nicht zu nehmen, Endnote: 7,862. Österreich (7,709), Italien (7,553) und Frankreich (7,142) hatten das Nachsehen.

Die detaillierten Ergebnisse finden Sie hier.

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