Jochen Kienbaum bleibt Vorsitzender der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport, neue Vorstandsmitglieder

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Jochen Kienbaum, Vorsitzender der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport (© SDSPS)

Die Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport will ihren Teil dazu beitragen, dass Deutschlands Reiter auf Championaten weiter vorne mit dabei sein. Ein wichtiger Teil des Konzepts ist daher die Nachwuchsförderung – etwas, womit sich alle Mitglieder des Vorstands gut auskennen.

Der Unternehmensberater Jochen Kienbaum ist schon seit 2013 als Gründungsstifter und Kurator ein Förderer der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport. Nun wurde er einstimmig im Rahmen eines digitalen Stifterforums in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Erstmals war er 2017 um Kopf des Ganzen gewählt worden, nun wurde er für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.

Die Verbindung zum Pferdesport hatte Kienbaum über seine Tochter Florine, die jahrelang zu den erfolgreichsten Nachwuchsdressurreitern des Landes zählte und unter beispielsweise Mitglied der deutschen Equipe war, die 2016 Gold bei den ersten U25-Europameisterschaften in Hagen holte.

Jochen Kienbaum erklärte: „Mir macht die Aufgabe viel Spaß. Wir haben im Team viel erreicht, eine gute Strategie entwickelt und vor allem für den Nachwuchsleistungssport viele wichtige Projekte kreiert. das treibt mich an, es noch besser zu machen und weiter nach vorne zu bringen.“

Weitere Vorstandsmitglieder

Acht Jahre lang waren Gina Capellmann-Lütkemeier und Hendrik Snoek im Vorstand aktiv. Sie sind nun turnusmäßig ausgeschieden. An ihre Stelle sind Tanja Traupe und Prof. Dr. Dietrich Baumgart getreten.

Tanja Traupe war selbst früher im Dressursport bis Grand Prix erfolgreich und Mitglied des Bundeskaders. Nach ihrer eigenen Karriere im Sattel gehörte sie zu den Triebfedern der Deutsche Bank Reitsport-Akademie, die sich die Förderung des deutschen Dressurnachwuchses auf die Fahnen geschrieben hat. Darüber hinaus engagiert sie sich als Stiftungsrätin in der Heinz Sielmann Stiftung und in der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals.

Der Kardiologe Prof. Dr. Dietrich Baumgart bringt seine Vielseitigkeitsbegeisterung in den Vorstand ein. Er selbst war mit 17 Jahren Europameister der Junioren in Einzel- und Mannschaftswertung und gewann 1982 Silber bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren. Selbst sitzt er schon länger nicht mehr im Sattel, begleitet und fördert aber die Karriere seiner Tochter Antonia. Schon seit Jahren engagiert er sich in dem Förderprojekt „Mit Sicherheit besser reiten“ der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport, in dem es darum geht, die Vielseitigkeit sicherer für Reiter und Pferde zu machen.

Neubesetzung des Stiftungsrats

Der Stiftungsrat hat die Aufgabe die Arbeit des Vorstands zu überprüfen und zu unterstützen. Nachdem Daniel Kircher und Dr. Bernd Springorum auf eigenen Wunsch aus dem Stiftungsrat ausgeschieden sind, sind nun Astrid Schulte und Gerhard Müter ihre Nachfolger. Auf Ullrich Kasselmann als Sprecher des Stiftungsrats folgt Prof. Dr. Martin Richenhagen.

Neuer Kurator ist Jürgen Gerdes an der Seite von Ruth Klimke, Corinna Schumacher, Reinhard Wendt und Jochen Kienbaum. Die Kuratoren repräsentieren die Stiftung vor allem nach außen.

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Interview mit Jochen Kienbaum

Die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport selbst hat nach der Wahl ein Interview mit ihrem neuen Vorsitzenden geführt, in dem es unter anderem um Kienbaums Motivation und Pläne für die Stiftung geht.

Herr Kienbaum, was treibt Sie an, eine weitere Wahlperiode den Vorstandsvorsitz der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport zu übernehmen?

Wir haben in den vergangenen vier Jahren im Team viel erreicht. Wir haben eine gute Strategie erarbeitet, die meisten Zahlen und Ziele erreicht, ganz wichtige Projekte für die Zukunft und die Nachwuchsarbeit kreiert und das treibt mich an, es noch besser zu machen und weiter nach vorne zu bringen. Es macht mir auch Spaß, weil ich schon zuvor in der Jugendarbeit im Handball gearbeitet und die Handballakademie beim VfL Gummersbach gegründet habe. Heute sieht man, dass daraus eine Bundesliga-Mannschaft entsteht. Solche Entwicklungen treiben mich an. Man muss daran glauben, aber man muss auch etwas dafür tun.

Wie hat sich die Stiftung aus Ihrer Sicht entwickelt?

Die Stiftung ist 2013 gegründet worden. Wir sind mit kleineren Projekten und Aktionen gestartet, dann kam Deutschlands U25 Springpokal gemeinsam mit der Familie Müter als erstes großes Projekt. 2015 sind mit unserem Medienprojekt und der Sicherheit in der Vielseitigkeit zwei weitere Leuchttürme hinzugekommen. 2016 kam der Talentpool, 2017 die DOKR-Trainerakademie. Wir haben unser Portfolio immer erweitert und haben mit unseren Leuchttürmen große Projekte, die viele Altersklassen und Bereiche des Spitzensports abdecken.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Auf unsere großartigen Veranstaltungen. Und auf unsere Förderer, die davon überzeugt sind, was wir gemeinsam erreichen wollen. Das merkt man immer wieder im Gespräch. Gerade zu Zeiten der Pandemie ist es natürlich schwieriger, neue Mitglieder für das Stifterforum zu gewinnen, da die Bereitschaft etwas zurückgegangen ist. Aber wir haben eine sehr gute Basis, auf die wir weiter aufbauen können.

An welchen Moment erinnern Sie sich in vier Jahren Vorstandsarbeit besonders?

Wir sind bei den Weltreiterspielen in Tryon in eine Lücke in der Berichterstattung gesprungen. Es hätte ohne uns keine kostenlose Möglichkeit gegeben, die Weltreiterspiele zu verfolgen. Wir haben mit unserem WM-Studio dafür gesorgt, dass alle Pferdesportdisziplinen für die Fans zuhause kostenlos zugänglich waren. Das hat für viel Zuspruch und Wertschätzung aus allen Disziplinen gesorgt und war eine tolle Aktion, weil wir uns als Stiftung so disziplinübergreifend einsetzen konnten.

Welche Aufgaben stehen jetzt für Sie an?

Zunächst die Bestandsaufnahme mit dem neuen Vorstand. Prof. Dr. Dietrich Baumgart ist neu im Vorstand, ebenso wie Tanja Traupe, die das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden übernehmen wird. Es gilt, gemeinsam unsere Strategie weiterzuentwickeln und nach vorne zu treiben und Aufgaben zu verteilen, so dass jeder seine Rolle findet und eine gute Dynamik entsteht.

Außerdem möchten wir gern das Thema Pferdebesitzer weiter aufgreifen, die Umfragen und Studienergebnisse hierzu nutzen und unser Projekt weiterentwickeln. Dieses Thema liegt mir besonders am Herzen.

Wo sehen Sie die Stiftung in der mittelfristigen Zukunft?

Unsere Projekte sind gut. Es gilt natürlich, ihre Finanzierung abzusichern. Aber wir dürfen uns aus meiner Sicht trauen, hier noch größer zu denken und noch mutiger zu sein. Es gilt, neue Wege zu finden und zu gehen. Ich denke dabei auch an das Thema Erbschaften. Es besteht die Möglichkeit, uns als Stiftung in seinem Testament oder Nachlass zu bedenken – das wissen die wenigsten, ist aber für uns als Stiftung sehr wichtig. Wir haben bereits einige Zusagen, dass wir bedacht wurden. Das bedeutet uns viel und wir würden diesen Bereich gern weiter ausbauen.

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