#KEINSchulpferdweniger: Para-Dressurreiter unterstützen Reitschule

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Regine Mispelkamp übergab den Scheck über 2000 Euro an das Reitercamp Hötzenhof. (© Nicole Bercz)

Die Aktion #KEINSchulpferdweniger, mit der auf die Not der Reitschulen in der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht werden soll, hat inzwischen viele Unterstützer gefunden. Auch die deutschen Para-Dressurreiter wollten helfen – und haben eine tolle Spendenaktion für den Hötzenhof im Rheinland umgesetzt.

Seit Anfang März läuft die Aktion #KEINSchulpferdweniger, die von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung initiiert wurde. Viele Reitschulen in Deutschland sehen sich aufgrund der fehlenden Einnahmen durch die Corona-Einschränkungen inzwischen in ihrer Existenz bedroht. Dabei sind die etwa 65.000 Schulpferde und -ponys, die es in Deutschland aktuell gibt, gerade für den reiterlichen Nachwuchs so besonders wichtig.

Para-Dressurreiter sammeln für Hötzenhof

Auch die deutschen Para-Dressurreiter wollten einen Beitrag für die Zukunft der Reitschulen leisten und haben daher in den eigenen Reihen Geld gesammelt. Insgesamt 2000 Euro spendeten die Reiter*innen, die auf der Longlist für die Paralympics in Tokio stehen sowie ihre Teamleitung. Über die finanzielle Unterstützung darf sich nun der in Keppeln beheimatete Hötzenhof freuen.

Die Idee für den Spendenaufruf stammt von Steffen Zeibig und Regine Mispelkamp, die beide erfolgreich im internationalen Para-Dressursport reiten und zudem als Aktivensprecher für ihre Disziplin tätig sind. „Wir wollten gerne als Team etwas beitragen und haben überlegt, wie wir das am besten umsetzen können. Jeder hat einige Betriebe vorgestellt, schließlich haben wir uns dann für den Hötzenhof entschieden“, berichtete Regine Mispelkamp dem St.GEORG am Telefon.

Das Reitercamp Hötzenhof schlug die Pferdewirtschaftsmeisterin, die ebenfalls aus dem Rheinland kommt, selbst vor. „Wir haben uns bewusst für einen Betrieb entschieden, den wir gut kennen, damit wir auch voll dahinter stehen können. Der Hötzenhof bietet ein breites Angebot für die Kinder und einen super Einstieg in den Reitsport. Es ist ein Familienbetrieb, man fühlt sich dort sehr wohl“, so Regine Mispelkamp. Neben Reiterferien und Klassenfahrten, veranstaltet der Hötzenhof auch Spring- und Karnevalsturniere, bei denen die 50-Jährige selbst schon während ihrer Richterausbildung im Einsatz war.

Kinder brauchen Pferde

Gegenüber dem St.GEORG betonte die Grand Prix-Reiterin, die selbst aus einer Pferdefamilie stammt, auch noch einmal, warum ihr die Rettung der Reitschulen ganz besonders am Herzen liegt: „Was die Kinder mithilfe der Pferde spielerisch lernen – Disziplin und Pflichtbewusstsein, wichtige Grundwerte – das ist so wichtig und darf nicht verloren gehen. Ich habe das selbst als Kind erleben dürfen – das prägt einfach. Diese Möglichkeit sollte jedes Kind bekommen, außerdem brauchen wir natürlich auch den Nachwuchs in unserem Sport.“

Am Sonntag übergab Regine Mispelkamp auf dem Hötzenhof den symbolischen Spendenscheck über 2000 Euro im Namen von Hannelore Brenner, Dr. Saskia Deutz, Heidemarie Dresing, Isabelle Nowak, Elke Philipp, Claudia Schmidt, Angelika Trabert, Steffen Zeibig, Equipechefin Britta Bando, Bundestrainer Berhard Fliegl, Humanmediziner Dr. Stefan Sevenich und Tierarzt Dr. Malte Penning.

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