Keine Europameisterschaften 2021 in den olympischen und paralympischen Disziplinen

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(© FEI)

Die Entscheidung ist gefallen. Durch die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Pandemie finden im kommenden Jahr keine Europameisterschaften in Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Para-Dressur statt.

Das ungarische Budapest hätte im kommenden Jahr vom 23. August bis 5. September die Europameisterschaften in fünf Disziplinen ausrichten sollen: Dressur, Springen, Para-Dressur, Fahren und Voltigieren.

Da die Olympischen Spiele und die Paralympics auf kommenden Sommer verschoben werden mussten, fallen Dressur, Springen und Para-Dressur in Budapest nun weg. Fahren und Voltigieren werden ihre EM aber wie geplant in der ungarischen Hauptstadt austragen.

Die Vielseitigkeitsreiter hätten sich vom 11. bis 15. August in Haras du Pin, Frankreich, getroffen. Für Sandra Auffarth wäre es, so sie nominiert worden wäre, eine Rückkehr an den Ort ihres größten Triumphes gewesen. Hier wurde sie 2014 Weltmeisterin. Doch auch diese EM kollidiert mit den Olympischen Spielen, die am 8. August enden. Sie beginnen am 23. Juli. Die Paralympics laufen vom 24. August bis 5. September.

Das FEI-Präsidium hat sich entschieden, kein neues Bewerbungsverfahren für die Austragung der EM zu eröffnen, weil alle Veranstalter dieselben Probleme hätten, einen Termin für die EM im olympischen Jahr zu finden.

„Zusammen mit den Organisatoren in Budapest und Haras du Pin, ebenso wie mit dem ungarischen und dem französischen Verband haben wir jede nur erdenkliche Option erwogen, wie man die Europameisterschaften 2021 retten könnte“, sagte FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibanez. „Aber wir sind zu der bedauerlichen Entscheidung gekommen, dass es schlicht nicht möglich ist, diese wichtigen Turniere so dicht an den Olympischen Spielen und den Paralympics abzuhalten.“

Es gebe wohl Nationen, die genügend Pferde in allen vier Disziplinen hätten, um sowohl bei den Olympischen Spielen und Paralympics als auch bei den Europameisterschaften anzutreten. Aber die Bedingungen müssten für alle gleich sein. Dafür könne man in diesem Fall nicht sorgen. „Daher sind wir übereingekommen, dass wir uns im kommenden Jahr auf Tokio konzentrieren“, so Ibanez weiter.

Stimmen der Veranstalter

Besonders bitter ist die Entscheidung für die Gastgeber der Europameisterschaften. Die Generalsekretärin des ungarischen Verbands, Dorottya Stróbl, die auch Mitglied des ungarischen Veranstaltungskomitees ist, sagte:

„Es war das erste Mal, dass ein zentraleuropäisches Land die Möglichkeit erhalten hat, die prestigeträchtigen Europameisterschaften in mehreren Disziplinen auszurichten. Wir waren der festen Überzeugung, dass das Turnier eine große Motivation für die Besitzer und Sponsoren in Ungarn und den Nachbarländern sein würde und dass es den Sport weiter fördern würde. Aber wir haben Verständnis, dass die erheblichen Schwierigkeiten, FEI Championate in den olympischen Disziplinen im Jahr der Olympischen Spiele und der Paralympics abzuhalten, die Absage unausweichlich gemacht haben.“

Allerdings verspracht sie, dass sie und ihr Team jetzt weiter daran arbeiten werden, tolle Europameisterschaften für die Fahrer und Voltigierer im kommenden Jahr auszurichten.

Ebenso groß sei die Enttäuschung in Frankreich, sagte Valérie Moulin, die Präsidentin vom Organisationskomitee in Haras du Pin. Aber man habe bereits Interesse bekundet, vielleicht die EM 2023 auszurichten.

Was das angeht, wird es vom 23. bis 25. Juni Videokonferenzen des FEI-Präsidiums geben, bei denen es um weitere Championate geht, auch um die in 2023.

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