Mechelen: Kopf-an-Kopf-Rennen der Fahrer mit Triumph für Holland

Juming Mechelen 2016

Ijsbrand Chardon auf dem Weg zum Sieg in der Weltcup-Etappe der Vierspänner in Mechelen 2016. (© FEI/Caremans)

Zu einem Thriller entwickelte sich gestern am späten Abend die Weltcup-Etappe der Vierspännerfahrer in Mechelen. Wieder einmal waren es Ijsbrand Chardon und Boyd Exell, die das Rennen unter sich ausmachten.

Am Ende war es der amtierende Weltcupchampion Ijsbrand Chardon, der wie in Stuttgart den australischen Multichampion hinter sich ließ.

Der Kurs enthielt drei Hindernisse wie sie in einem Marathon vorkommen können und eine Brücke. Boyd Exell machte zwei Fehler am dritten Hindernis, die sich als verhängnisvoll erweisen sollten. Im ersten Umlauf verlor er so wertvolle Sekunden und in der Siegerrunde, fiel dabei ein Ball. „In der ersten Runde kam ich zu schnell an und die Schlinge der Leinen war zu lang“, erklärte der Weltmeister und nahm die Schuld auf seine Kappe: „Das war ein Fahrerfehler. In der Siegerrunde hatte sich der Zügel am Stiel der Peitsche verfangen. Aber ich bin sehr zufrieden mit meinen Pferden und muss ein guter Sportsmann sein. Also bin ich glücklich über meinen zweiten Platz.“

Ijsbrand Chardon unter Druck

Es mag für Exell nicht ideal gelaufen sein, aber es reichte, um Ijsbrand Chardon unter Druck zu setzen, der als letzter Fahrer an der Reihe war. Er erzählte: „Der Boden war ziemlich schwer, was meine Pferde ein bisschen stärker gemacht hat. Ich hatte nicht das Supergefühl, das ich hatte, als ich in Stuttgart gewonnen habe. Aber ich werde weiter mit diesem Gespann arbeiten. Mein linkes Führpferd ist neu seit dieser Saison und er braucht Turniererfahrung. Ich will zeigen, dass er es kann und im Vergleich zu Stuttgart war er heute bei 80 Prozent. Und ich brauche ihn bei 100 Prozent, um beim Finale in Göteborg ein gutes Gefühl zu haben. Mein Sieg hier war kein Geschenk. Ich möchte aus meiner eigenen Stärke heraus siegen.“

Platz drei in die Schweiz

Dritter wurde der Schweizer Jérôme Voutaz. Der zwar in beiden Runden einen Ball mitnahm, aber blitzschnell unterwegs war. Er war super zufrieden mit seinen Pferden: „Meine Pferde gingen extrem gut. Ich habe im Vergleich zu anderen Turnieren zwei andere Pferde eingesetzt und ich bin sehr zufrieden mit ihnen. Ich habe auch diesen Kurs sehr genossen. In der Siegerrunde war ich darauf aus, keinen Fehler zu machen und es war großartig, gegen die beiden besten Fahrer der Welt anzutreten!“

Keinen Einfluss auf das Geschehen konnten hingegen die beiden deutschen Fahrer am Start nehmen, Georg von Stein und Rainer Duen. Sie belegten die Plätze sieben und acht von acht Teilnehmern.

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