Münster: Dorothee Schneider dominiert im Viereck, belgischer Newcomer im Parcours

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Dorothee Schneider und Faustus. (© www.toffi-images.de)

Dorothee Schneider beschloss ihr hocherfolgreiches Wochenende in Münster heute mit zwei weiteren Siegen. Den Grand Prix Special gewann sie auf Faustus, in der Kür setzte sie auf dessen Stallkollegin Rock’n Rose. Der Große Preis ging an den belgischen Nachwuchsreiter Andres Vereecke.

Sie kam, sah und siegte: Beim diesjährigen K+K Cup in Münster war Dorothee Schneider kaum zu schlagen. Nachdem sich die Reitmeisterin gestern schon über den selbstbewussten Auftritt ihres Falsterbo-Nachkommens Faustus freuen konnte, gab ihr der bildhübsche Braune heute noch einmal Grund zum Strahlen. Im Grand Prix Special lieferte er eine fehlerfreie Vorstellung ab und erzielte damit das bisher beste Special-Ergebnis seiner Karriere. 78,137 Prozent vergaben die Richter für eine Prüfung mit vielen Höhepunkten. „Was war das für eine tolle Runde, die Faustus da heute in Münster gezeigt hat! Ich bin überglücklich und sehr stolz … Manchmal ist er eher introvertiert und mit sich selbst beschäftigt, dann merke ich, dass er mich abfragt, dass ich helfen muss”, freute sich Dorothee Schneider im Anschluss.

Platz zwei ging wie schon im Grand Prix an Ingrid Klimke und Franziskus, für die das Turnier in Münster quasi ein Heimspiel ist. Allerdings verlief der Auftritt des Paares heute nicht ganz so wie geplant – 75,745 Prozent waren das Ergebnis. „Ich hatte drei deutliche Fehler in der Prüfung”, lautete das Fazit von Ingrid Klimke. „Insofern bin ich ganz froh, dass ich als Zweite neben Doro sitzen darf. Das ist besser, als wenn ich ein super Gefühl in der Prüfung gehabt hätte und dann 72 Prozent bekomme.”

Dritte wurde Jil-Marielle Becks mit Damon’s Satelite und 74,569 Prozent. Für die Deutsche Bank Reitsport-Akademistin ein toller Erfolg! Anfangs habe sie sich noch von den berühmten Namen auf der Starterliste beeindrucken lassen, räumte die 22-Jährige ein. Inzwischen habe sie sich das aber abgewöhnt. „Mein Vater hilft mir und Herr Balkenhol und das vermittelt mir die Ruhe, um mich ganz auf mein Reiten zu konzentrieren”, so Becks. Rang vier ging an Kristina Bröring-Sprehe und Destiny mit 73,647 Prozent.

Kürsieg für Rock’n Rose

In der Kür am Nachmittag gab es einmal mehr kein Vorbeikommen an Dorothee Schneider. Auf der nun 16-jährigen Rock’n Rose kam sie auf 80,45 Prozent – das war Rang eins bei allen fünf Richtern. Dahinter rangierte Anna Abbelen mit Henny Hennessy. Die 23-Jährige zählt ebenso wie Jil-Marielle Becks zum aktuellen Jahrgang der Deutsche Bank Reitsport-Akademie, einem Förderprogramm für talentierte Nachwuchsdressurreiter. Mit 76,25 Prozent erzielte das Paar heute eines der besten Ergebnisse seiner Karriere. Jessica Süß wurde mit Duisenberg Dritte (75,425) vor Emma Kanerva und Riverdance (75,0).

Belgischer Gewinner im Großen Preis von Münster

gr. Feldhaus

Der Belgier Andres Vereecke gewann mit Igor vd Wittemoere den Großen Preis von Münster 2020. (© gr. Feldhaus)

Schon sein Sieg im gestrigen Championat war eine Überraschung gewesen, heute setzte Andres Vereecke dann noch einen oben drauf. Der junge Belgier gewann mit Igor vd Wittemoere den Großen Preis von Münster. Ein emotionaler Sieg für den 22-Jährigen, der kurz vor Weihnachten einen seiner größten Unterstützer verloren hatte: Großvater Johan Vereecke, einen bekannten Hengsthalter aus Belgien.

Den zwölfjährigen belgischen Wallach Igor hatte Familie Vereecke als Jährling übrigens auf einem belgischen Pferdemarkt entdeckt. Gerade einmal 750 Euro kostete der Cooper vd Heffinck-Sohn damals. „Das war der günstigste Einkauf überhaupt”, lachte Vereecke.

Zwölf Paare hatten sich für das Stechen qualifiziert. An die Zeit des Siegers mit 34,41 Sekunden kam allerdings kein anderer Reiter heran. Am dichtesten dran war noch Vereeckes Landsmann Gilles Thomas mit Calleryama, einer zehnjährigen Casall-Tochter (0/35,5). Bester Deutscher war Philipp Schulze Topphoff mit Concordess auf Rang drei (0/37,18).

Alle Ergebnisse aus Münster finden Sie hier.

 

 

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