Noch mehr Teams für Tryon

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Eduardo Aznar (ESP) und Rokfeller de Pleville Bois Margot (© www.paulinevonhardenberg.com)

Die Spanier und Briten haben ihre Longlists für die Springreiter-WM aufgestellt. Australien und Neuseeland wissen, wen sie in den Busch der Weltreiterspiele von Tryon schicken werden.

Kandidaten für die Teilnahme an den Springreiterweltmeisterschaften sind bei den Briten folgende Paare:

  • Ben Maher, der einzige der Liste, der 2012 beim siegreichen Olympiateam in London dabei gewesen war, auf Sarena, die 2017 gar nicht am Start gewesen war und in diesem Jahr bislang erst drei Turniere gegangen ist.
  • Alexandra Thornton auf Cornetto K, jenem Hannoveraner Cornet Obolensky-Sohn, mit dem der Brasilianer Doda de Miranda noch bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio geglänzt hatte, und der dann im Zuge der Trennung von Athina Onassis zunächst unter Alberto Zorzi ging, ehe er an Thornton verkauft wurde. Das Paar war unter anderem Teil des britischen Nationenpreis-Teams in Rotterdam, kam mit vier und null Fehlern aus dem Parcours.
  • William Whitaker auf Utamaro d’Ecaussines, der 2014 und 2015 mit Joe Clee im britischen Nationalteam war und im vergangenen Jahr unter Whitaker schon bei der EM in Göteborg am Start gewesen war.
  • Nigel Coupe auf dem Iren Golvers Hill, Fünfter im Hamburger Spring-Derby 2017 und anschließend Sieger im Derby von Hickstead. 2018 Sechster im Derby von Hickstead.
  • Amanda Derbyshire mit Luibanta oder Roulette – mit Luibanta war Derbyshire Teil des zweitplatzierten Nationenpreisteams von Hickstead Ende Juli (vier und null Fehler), Roulette war am selben Wochenende Dritte im King George V Gold Cup.
  • William Funnell mit Billy Buckingham, 2018 Sieger im Derby von Hickstead.
  • Samuel Hutton mit Happydam, die beiden waren Teil des britischen Nationenpreisteams in Falsterbo, wo sie den ersten Umlauf ohne Fehler beendeten und den zweiten mit zwölf.
  • Harriet Nuttall auf A Touch Imperious, mit dem sie in Hickstead Dritte im Derby sowie in einem weiteren 1,60 Meter-Springen gewesen war und außerdem auch im Großen Preis von St. Gallen.
  • Spencer Roe auf Wonder Why, die mit fünf und null Fehlern zum dritten Platz der Briten beim Nationenpreis in Linz beigetragen hatten.
  • Holly Smith auf Hearts Destiny, die mit zwei fehlerfreien Runden zum Nationenpreisergebnis der Briten in St. Gallen beitrugen – übrigens ebenso wie William Whitaker und Utamaro d’Ecaussines. Weil es aber bei den Kollegen im Team nicht ganz so optimal lief, wurden die Briten nur Fünfte.

Von den zehn Reitern werden im Laufe der kommenden Wochen fünf Teilnehmer für Tryon benannt.

Spaniens Kandidaten für Tryon

Spanien setzt auf bewährte Kräfte. Drei Reiter auf der Longlist waren auch schon in Rio bei den Olympischen Spielen mit von der Partie gewesen:

  • Eduardo Alvarez Aznar auf Rokfeller de Pleville Bois Margot etwa, die zudem schon in Caen bei den Weltreiterspielen und bei den Euros 2015 und 2017 dabei gewesen waren. Im Frühjahr wurden sie Vierte beim Weltcup-Finale in Paris. Mit Seringat und Uqualin du Saulcy hat er noch zwei weitere Eisen im Feuer.
  • Pilar Lucrecia Cordon Muro hat mit Grand Cru van de Rozenberg ein Pferd unter dem Sattel, das zuvor schon unter dem Belgier Jerome Guery hoch erfolgreich unterwegs gewesen war, unter anderem vertraten die beiden Belgien bei den Olympischen Spielen in Rio und den Europameisterschaften in Göteborg. Cordon reitet den Wallach seit Beginn des Jahres und war mit ihm seitdem einige Male platziert. Mit der zwölfjährigen Galine la Cour Zichelhof, die ebenfalls benannt ist, war Cordon dieses Jahr mehrfach in Nationenpreisteams für Spanien am Start.
  • Manuel Fernandez Saro ist mit Cuidam und Usador de Rouet auf der Liste, hatte aber sowohl in Rio als auch letztes Jahr in Göteborg U Watch geritten. Mit Cuidam gehörte er z.B. zum spanischen Nationenpreisteam in Sopot (1/5).
  • Mikel Aizpurua Quiroga und Cartanya waren zuletzt Zweite im Großen Preis von La Coruña.
  • Paola Amilibia und Gaudí waren zuletzt im Mai am Start gewesen und platzierten sich damals als Siebte im Großen Preis von La Baule.
  • Gerardo Menendez Mieres und Cassino waren zuletzt Achte im Großen Preis von La Coruña.

Australiens Vielseitigkeitsmannschaft

Folgende Paare sollen den australischen Traum von einer Medaille bei den Weltmeisterschaften der Vielseitigkeitsreiter wahr werden lassen:

  • Chris Burton und Cooley Lands, ein zehnjähriger Ire v. Cavalier Land-Clover Hill, der noch keine Vier-Sterne-Erfahrung hat, aber unter anderem Sechster bei den Eventing Rider Masters in Jardy wurde.
  • Sam Griffiths und Paulank Brockagh, eine 15-jährige irische Stute v. Touchdown-Trigerrero, die Griffiths 2014 zum Sieg in Badminton trug.
  • Andrew Hoy und Vassily de Lassos, ein neunjähriger Anglo-Araber v. Jaguar Mail-Jalienny, die zuletzt sowohl bei der langen Drei-Sterne-Prüfung in Tattersalls als auch in Aachen Vierte gewesen waren.
  • Bill Levett auf Lassban Diamond Lift, zehnjähriger Ire v. Easy Lift-Diamond Chin, die in Tattersalls und Bramham jeweils Dritte im CIC3* bzw. CCI3* gewesen waren.
  • Shane Rose und Virgil, ein australischer Warmblüter, der von dem Springhengst Vivant aus einer North Star xx-Mutter abstammt, 2017 Siebter beim CCI4* in Luhmühlen und zuletzt einmal Erster, einmal Zweiter bei australischen Drei-Sterne-Turnieren.

Als Reservisten wurden benannt: Emma McNab auf Fernhill Tabasco, Rob Palm mit Koko Story sowie Amanda Ross mit Koko Popping Candy.

Neuseelands Buschteam

Spätestens seit ihrem Sieg in Aachen gelten die Kiwis als Favoriten bei den Weltreiterspielen 2018. Kein Wunder, so viel geballte Erfahrung auf einem Haufen mit Sir Mark Todd auf McLaren, Badminton- und Luhmühlen-Siegerin Jonelle Price mit Classic Moet, ihrem Mann Tim Price auf Cekatinka, Olympiasieger Blyth Tait im Sattel von Dassett Courage und Dan Jocelyn mit Grovine de Reve.