Olympischen Spiele für 2024 und 2028 vergeben

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Die Olympischen Spiele für 2024 und 2028 sind an Paris und Los Angeles vergeben.

Das Internationale Olympische Komitee hat bekannt gegeben, in welchen Städten die Olympischen Spiele 2024 und 2028 ausgetragen werden.

Das erste Mal seit nahezu 100 Jahren hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) gleich zwei Sommerspiele gleichzeitig vergeben. Im Herzen der französischen Hauptstadt Paris sollen die Spiele 2024 stattfinden. Vier Jahre später treffen sich die besten Athleten der Welt an der amerikanischen Westküste, in Los Angeles.

Die Vollversammlung des IOC hat in Lima, der Hauptstadt von Peru, einstimmig über die Vergabe an die jeweiligen Städte abgestimmt. Bei der Vergabe der Spiele in Rio de Janeiro 2016 und Tokio 2020 wurde das IOC mit Korruptionsvorwürfen um gekaufte Stimmen belastet. Die Abstimmung per Handzeichen war ein erster Versuch, die Vergabepraxis zu reformieren und entsprechenden Bestechungsversuchen vorzubeugen.

Beide Städte, Paris und Los Angeles, legten bürgernahe Konzepte sowohl für die Olympischen als auch die Paralympischen Spiele vor. Außerdem sei der Kostenaufwand an beiden Orten vergleichsweise gering, da bereits einige Sportstätten dort vorhanden seien.

Kostenfaktor

Paris kalkuliere die Kosten für die Spiele auf „nur“ 6,2 Milliarden Euro. Es seien schon 90 Prozent der Sportstätten vorhanden, z.B. das Beachvolleyballstadion am Eiffelturm. Das Stade de France solle als Olympiastadion fungieren.  Auch in Los Angeles, wo das Motto „Follow the Sun“ (Folge der Sonne) sein wird, rechnet man „nur“ mit knapp 4,5 Milliarden Euro. Im Vergleich dazu: Russland soll schätzungsweise 50 Milliarden Euro für die Spiele in Sotschi 2014 ausgegeben haben. In Rio de Janeiro wurde versucht, die Kosten im Rahmen zu halten, es sind aber immer noch Rechnungen von 40 Milliarden Dollar offen. Auch Tokio, Gastgeber 2020, musste mehrfach vom IOC ermahnt werden, da die Kosten zu explodieren drohen.

Der fade Beigeschmack rund um den Kostenfaktor hat Folgen: Boston (USA), Rom (ITA), Budapest (HUN) und auch Hamburg hatten sich auch für die Spiele 2024 beworben. Alle zogen ihre Bewerbung wieder zurück. Grund war in den meisten Fällen das Misstrauen der Bürger in das Versprechen des IOC für ein bürgernahes und nachhaltiges Olympia zu sorgen.