Samorin, Valkenswaard, Falsterbo – weitere Samstagsergebnisse aus aller Welt

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Richard Vogel und Caramba 2021 in Aachen, wo sie den U25 Springpokal gewannen – für Vogel der dritte Sieg in Folge. (© www.toffi-images.de)

Es ist einiges los dieses Wochenende. In Falsterbo hat heute der dreiteilige Nationenpreis der Dressurreiter gewonnen. In Samorin gab es einen deutschen Sieg in der mittleren Tour und beim CSI5* in Valkenswaard wurden es gleich zwei deutsche Top drei-Plätze.

Fangen wir in Falsterbo an. Die dänischen Dressurreiter waren noch nie so kurz davor, eine Goldmedaille bei einem Championat zu gewinnen, wie dieses Jahr, und in Schweden macht nun die Zweitbesetzung das nach, was die erste Garde in Aachen begonnen hatte. Heute stand der Grand Prix auf dem Plan, die erste von drei Wertungsprüfungen, denn Special und Kür zählen hier auch für die Nationenpreiswertung. Dänemark führt deutlich mit 221,065 Punkten vor den Niederlanden (215,239) und Schweden (215). Es sind nur diese drei Nationen am Start.

Die Dänen werden vertreten durch Nanna Skodborg Merrald auf ihrer Nachwuchshoffnung Blue Hors St. Schufro v. St Moritz Junior – der übrigens sein zweites internationales Grand Prix-Turnier überhaupt geht – mit 72,326 Prozent, Nadja Aaboe Sloth und Favour Gersdorf (71,413), Anna Kasprzak mit Addict de Massa (73,696) und Daniel Bachmann Andersen, ebenfalls auf einem Nachwuchspferd, dem zehnjährigen Zippo v. Zack-Don Schufro (75,043).

Letztere wurden zugleich Zweite der Einzelwertung. Der Sieg ging an Lokalmatador Patrik Kittel mit Zepter, der ja ebenfalls von Zack abstammt und einst von Daniel Bachmann Andersen bis Grand Prix ausgebildet worden war. Kittel reitet ihn sozusagen auf Abruf, denn eigentlich steht der 14-jährige Oldenburger zum Verkauf. Kittel hätte wahrscheinlich auch nichts dagegen, ihn weiter reiten zu können. Den heutigen Grand Prix gewannen sie mit 75,261 Prozent.

CDI3*-Tour

Patrik Kittel dominierte auch die anderen Dressurprüfungen. Mit der zehnjährigen Westfalen-Stute Forever Young v. Fürst Fugger hatte er gestern den Grand Prix (76,065) und heute die Kür (81,495) der Drei-Sterne-Tour für sich entschieden. Gestern waren Charlotte Jorst (USA) und Nintendo Zweite (70,065), heute Anna Zibrandtsen und der einstige Dressurpferde-WM-Medaillengewinner Quel Filou v. Quaterback (76,850).

Springen

Das wichtigste Springen heute in Falsterbo war die Qualifikation für den Großen Preis über 1,50 Meter gegen die Uhr. Sieger war hier Belgiens Gilles Thomas (der gestern auch zum siegreichen Nationenpreisteam gehört hatte und übrigens auch ein ehemaliger Junioren-Europameister, also Vorgänger des heutigen Champions Jone Illi ist) auf Feromas van Beek Z vor Andreas Schou (DEN) mit Granate und Marc Dilasser (FRA) mit Chamann HAS.

Europameister André Thieme stellte in dieser Prüfung ein neues Pferd vor und sprang auf Rang zehn. Es handelt sich um den zehnjährigen KWPN-Wallach Magic Hoop v. Wizzerd WV, den er zum ersten Mal bei Holger Wulschner in Groß Viegeln dabei hatte, dort allerdings in der kleinen Tour. Insofern war das heute ein sehr viel versprechender Start auf großer Bühne.

Valkenswaard

Auf der Anlage von Jan Tops wird dieses Wochenende auf Fünf-Sterne-Niveau gesprungen. Highlight heute auch hier ein 1,50 Meter-Springen gegen die Uhr, das mit Abdel Said im Sattel von Arpege du Ru einen ursprünglich ägyptischen und seit kurzem belgischen Sieger sah (0/63,41). An zweiter Stelle reihten sich Daniel Deußer und seine Speedspezialistin Kiana van het Herdershof ein (0/66,08). Dahinter folgten Christian Ahlmann und der zehnjährige Holsteiner Castelan II-Sohn Calvino (66,67). Nisse Lüneburg, der ja nun in Valkenswaard zuhause ist, ritt die die Mecklenburger Stute Clarina auf Rang acht. Tobias Meyer und Diamant de Quidam waren als Elfte ebenfalls noch im Geld.

Samorin

In Samorin stand heute das Finale der Mittleren Tour des CSI3* auf dem Programm und sah einen deutschen Sieger: Richard Vogel und Caramba. Über 1,45 Meter-Parcours ist der Comme il faut-Sohn einfach eine Klasse für sich, wie er auch heute wieder bewies, als er im Stechen mehr als zwei Sekunden schneller war als der Rest des Feldes. Bei 45,27 Sekunden stoppte die Uhr.

Zweite war die Belgierin Catherine van Roosbroeck auf dem zehnjährigen Emerald-Sohn Miles (47,46), gefolgt von Deutschlands designierter WM-Reiterin Jana Wargers mit dem zehnjährigen Oldenburger Clarimo-Sohn Clash Royale (50,09). Vierter wurde Marco Kutscher mit dem erst achtjährigen Hannoveraner Hengst Karajan v. Kannan, dem Superstar vom Klosterhof Medingen (51,90).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.