Weltcupfinale Fahren Bordeaux: Exell machts nochmal, Schneiders sensationell Zweiter

Australiens Boyd Exell sicherte sich in Bordeaux seinen fünften Weltcup-Titel. Aber die wahre Sensation ist das Abschneiden von Daniel Schneiders aus dem ostwestfälischen Petershagen. Bei seinem ersten Finale in seiner ersten Weltcupsaison fuhr er direkt auf Rang zwei.

Fünf Gespanne nahmen teil am diesjährigen Weltcupfinale. Mit einem Endergebnis von 254,09 Sekunden war Australiens Boyd Exell einmal mehr das Maß der Dinge. Aber der 32 Jahre alte Daniel Schneiders, von Beruf Hufschmied, war ihm einigermaßen dicht auf den Fersen mit 254,8 Sekunden. Jedenfalls trennte diese beiden eine Welt vom Rest des Feldes. Das ist sozusagen ein doppelter Erfolg für Boyd Exell, denn Daniel Schneiders trainiert bei ihm und ist so etwas, wie sein Meisterschüler. So war Exell denn auch voll des Lobes: „Normalerweise dauert es mindestens zwei Jahre, ehe man auf diese Geschwindigkeit und dieses hohe Level kommen kann. Aber Daniel hat als absoluter Newcomer eine unglaubliche Saison abgeliefert.“ Zugleich hoffe er aber, dass Daniel nicht allzuviel Erfahrung aus diesem Wettkampf mitgenommen hat, scherzte Exell weitern, denn „es war gefährlich knapp!“  Der Holländer Koos de Ronde, der als Titelverteidiger angetreten war, musste sich nach dem Ergebnis von 273,56 Sekunden mit Rang drei zufrieden geben.

Schneiders war der einzige Deutsche im Finale. Mit Platz sieben nach den neun Qualifikationen verpasste Georg von Stein aus Modautal knapp den Einzug in das Finale. Der 42-Jährige aus Hessen hatte gegen das Richterurteil bei der Weltcup-Qualifikation in Stockholm Einspruch eingelegt, war aber bei der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) mit seinem Veto gescheitert, da er seinen Protest nicht innerhalb der vorgeschriebenen 30 Minuten nach Prüfungsende geäußert hatte. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) erreichte in dieser Woche dann in Verhandlungen mit der FEI, dass Georg von Stein hätte mit einer Wildcard in Bordeaux starten können allerdings ohne die für die übrigen Teilnehmer gewährten Vergünstigungen wie etwa die Übernahme der Reise- und Unterbringungskosten durch den Veranstalter. Von Stein entschied sich aufgrund der Kürze der Vorbereitungszeit, aber auch wegen der hohen finanziellen Belastung dann gegen einen Start in Bordeaux.

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