Weltmeisterschaften im Distanzreiten von 2020 auf 2021 verschoben

Distanzrennen

(© www.toffi-images.de)

Ursprünglich sollten die Weltmeisterschaften im Distanzreiten im September dieses Jahres in der Nähe in Italien ausgetragen werden. Der Weltreiterverband (FEI), der italienische Nationalverband sowie die Organisatoren in Pisa haben sich nun aber auf eine Verschiebung geeinigt.

Grund dafür sind die langanhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie. Einer offiziellen Pressemitteilung zufolge, kann daher 2020 keine WM im Distanzreiten stattfinden. Alternativ soll das Championat aber im Mai 2021 ausgetragen werden. Die endgültige Genehmigung der Verschiebung wurde vom FEI-Vorstand bei einer außerordentlichen Vorstandssitzung am 19. Juni erteilt. Ein genaues Datum für die WM im Mai 2021 wurde in der Pressemitteilung noch nicht genannt.

Zu der Verschiebung nahm FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibáñez Stellung: „Unsere Endurance-Gemeinschaft machte der FEI sehr deutlich, dass sie eine Weltmeisterschaft wünscht, insbesondere nachdem sie die letzte Ausgabe in Tryon im Jahr 2018 verloren hatte. Aber das Wohlergehen der Pferde und gleiche Wettbewerbsbedingungen hätten nicht garantiert werden können, wenn die Meisterschaften im September stattgefunden hätten, daher war es die beste Lösung, die Meisterschaften auf den Mai des nächsten Jahres zu verschieben.“

Qualifikationszeitraum verlängert

Die Qualifikationsperiode für die Weltmeisterschaften beginnt demnach ab dem 1. Juli 2020, gemäß des Artikels 836 des FEI-Endurance-Reglements. Der diesjährige Kalender der internationalen Distanzrennen wurde durch die Corona-Pandemie durchgewirbelt, heißt es. Viele Veranstaltungen, die der Qualifikation der Pferd-Reiter-Paare gedient hätten, fielen und fallen aus.

Daher stimmte der FEI-Vorstand auch zu, die Qualifikationsperiode für die kommenden Weltmeisterschaften zu verlängern. Einzelheiten sollen vom temporären Endurance-Komitee und dem FEI-Hauptsitz festgelegt und später mitgeteilt werden.

Nationalverbände begrüßen Verschiebung

Die FEI hatte proaktiv alle 51 nationalen Verbände, die im Distanzreiten starten, kontaktiert. Der Weltreiterverband bat um Meinungen zu dem Vorschlag der Verschiebung der Weltmeisterschaften und deren mögliche Auswirkungen auf den Kalender des nächsten Jahres.

Die nationalen Verbände wurden bei dieser Gelegenheit auch gefragt, ob sie auch dann an den kontinentalen Meisterschaften ihrer Region teilnehmen würden, wenn die Weltmeisterschaften ins nächste Jahr verlegt würden.

Insgesamt 34 nationale Verbände antworteten auf den Fragebogen, von denen 33 sowohl die Verschiebung als auch gegebenenfalls ihre Teilnahme an einer der Kontinentalmeisterschaften im nächsten Jahr befürworteten. Dieses Ergebnis bewertet Ibáñez positiv. Man habe dadurch einen Kompromiss gefunden, der neben den Teilnehmern vor allem auch für die Pferde die größtmögliche Fairness bietet.

Drei kontinentale Meisterschaften in 2021?

Zwei kontinentale Meisterschaften sind bereits für das kommende Jahr geplant – die FEI Panamerikanische Langstreckenmeisterschaften für Senioren & Junge Reiter in Campinas (BRA) vom 28. bis 29. Juli und die FEI Langstrecken-Europameisterschaften in Ermelo (NED) vom 6. bis 29. September.

Ob sie wie geplant stattfinden können, will der FEI-Vorstand während einer dreitägigen Sitzung in dieser Woche (23. bis 25. Juni) diskutieren. Mittlerweile wurden laut FEI bereits mehr als 800 Veranstaltungen abgesagt und zahlreiche weitere Veranstaltungen verschoben.

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