WM 2018: Chaos beim Distanzritt – Neustart

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Distanzritt bei den Weltmeisterschaften 2018 in Tryon (© ww.st-georg.de)

Morgens um 6.30 Uhr ist die Welt noch in Ordnung? Von wegen. Der Distanzritt steht vor einem Abbruch. Diskutiert wird ein Neustart über eine dann verkürzte Strecke.

Chaos in den ersten Stunden am Auftakttag der Wettkämpfe bei den Weltreiterspielen in Tryon. Beim leicht verspäteten Start der Teilnehmer zum Distanzritt ist es zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Anfangs waren es nur Gerüchte, jetzt ist es bestätigt: Eine Gruppe, deren Zahl nicht näher beziffert wird, ist „am Start fehlgeleitet worden“ und hat nicht die Startlinie überquert. Nach Aussagen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) sind die drei deutschen Teilnehmer regulär gestartet.

Distanzritt nun über 120 Kilometer

Der Distanzritt wird nun neu gestartet. Um 11.15 Uhr Ortszeit bzw. 17.15 Uhr deutscher Zeit geht es weiter. Er wird dann über eine Strecke von 120 Kilometern führen. Es wird gewartet, bis alle Reiter, die sich noch auf der ersten Teilstrecke, „Loop 1“ befinden, im obligatorischen Vetgate angekommen sind. Dann liegen bereits 39,9 Kilometer der ursprünglich geplanten 160 Kilometer hinter den Pferd-Reiter-Kombinationen. Der Plan sieht so aus, dass abgewartet wird, bis das letzte Pferd den Vetcheck hinter sich gebracht hat. Dann soll weitere 45 Minuten abgewartet werden, bis die Pferde auf Loop 2 gehen. Weltmeister wird, wer die verbleibenden vier Streckenabschnitte am schnellsten bewältigt. Der Weltreiterverband FEI betont, dass keine Ersatzpferde an den Start gebracht werden dürfen.

Schon in der ersten, nun nicht mehr zählenden Runde, war es zu einigen unschönen Bildern gekommen. Unter anderem waren offiziell akkreditierte Medienvertreter daran gehindert worden, Fotos eines erschöpften Pferdes zu machen. Als allerdings ein großer Geländewagen mit einem Chauffeur mit weißem Hemd und Schlips einen Beifahrer, der anhand von Polohemd und Basecap als jemand aus dem Team der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) zu erkennen war, mitten auf der Strecke und zwar inmitten eines Weidetors unweit eines „Crewpoints“ anhielt, sahen sich die emsigen Stewards nicht befleißigt einzugreifen.

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