Butts Avedon sagt Tschüss

Andreas Dibowski und Butts Avedon bei der EM in Malmö 2013

Andreas Dibowski mit Butts Avedon (© Julia Rau)

Mit 16 Jahren verabschiedet Andreas Dibowski seinen langjährigen vierbeinigen Partner durch dick und dünn, Butts Avedon, gesund und munter in den Ruhestand.

In der Saison 2019 hat Butts Avedon noch einmal richtig aufgedreht. Nach der Enttäuschung in Luhmühlen, wo Andreas Dibowski nach einem kleinen Rumpler aus dem Sattel fiel, waren die beiden Dritte beim CCI4*-S in Kronenberg, siegreich beim CCI4*-S in Strzegom und krönten die Saison mit Platz acht beim CCI5*-L in Pau. Es sollte die letzte Prüfung des Bilderbuchrappen gewesen sein. So hat es sein Reiter nun entschieden.

„Es gibt Pferde, an denen man sich erfreut. Die man verwöhnt, die man liebt. Es gibt Pferde, die sind Partner. Mit ihnen gewinnt man, mit ihnen verliert man. Und es gibt Pferde, mit denen ist alles anders. Mit ihnen ist alles besonders. Es gibt Avedon.“ So leitet Andreas Dibowski seinen Abschiedsgruß an seinen langjährigen Freund Butts Avedon auf seiner Facebook-Seite ein.

Der Rappe war das letzte Pferd, das noch von Friedrich Butt gezogen wurde. Und wie auch der Rest der Zucht nach Friedrich Butts Tod ging Avedon in die Hände von Prof. Dr. Volker Steinkraus über, der die Butt’sche Zucht fortführt. Schon als junges Pferd hatte Andreas Dibowski ein Auge auf den wunderschönen Heraldik xx-Kronenkranich xx-Sohn geworfen. Aber er war zunächst nicht zu verkaufen. Erst beim dritten Versuch gelang es „Dibo“ zusammen mit Manfred Giensch Avedon für sich zu sichern.

Was dann kam, beschreibt Andreas Dibowski am besten in seinen eigenen Worten: „Es folgten Monate grundsätzlicher Diskussionen über Sinn und Unsinn von Gehorsamn, Rittigkeit und Leistungsbereitschaft nach meinen Vorstellungen. Aber es hat funktioniert.“

Und wie! 2008 wurde Avedon Bundeschampion. Zwei Jahre später gab es Silber bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde. 2012 belegte er Rang drei beim CCI4* in Luhmühlen, dem, was heute CCI5*-L ist. 2013 gehörten sie zum Goldteam bei den Europameisterschaften in Malmö, Schweden. Die anderen Jahre war „Ave“ Reservist.

2017 dann der Einschnitt, als Butts Avedon sich beim Abschlussspringen beim CCI4* in Luhmühlen verletzte und lange pausieren musste. 2018 kehrte er zurück, hatte allerdings einen Sturz in Burghley und eine Verweigerung in Pau, nach der Dibo aufgab. Doch 2019 zeigte „Ave“ dann  doch noch mal, was alles in ihm steckt – siehe oben!

Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. So hat Andreas Dibowski nun entschieden, den Schwarzen in den (Un-)Ruhestand zu schicken. Mit seinen 16 Jahren soll Avedon, fit und kernig wie er ist, nun Manfred Gienschs Enkelin Lara Krüger zeigen, worauf es ankommt im Busch.

Alles Gute, Black Beauty!

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