Dithmarschen: Hunderte Tiere verenden bei Stallbrand

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Brand, Feuer

Am späten Dienstagnachmittag brach auf einem Hof in Elpersbüttel bei Meldorf (Kreis Dithmarschen) ein Feuer aus und riss rund 900 Tiere mit in den Tod, darunter sechs Pferde. Eine Frau kam mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus.

Gegen 17.20 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. Rund 60 Feuerwehrleute aus den Gemeinden Elpersbüttel, Busenwurth, Meldorf und Gudendorf rückten aus, um das brennende Stallgebäude zu löschen. Die Löscharbeiten wurden durch Wassermangel und starken Wind erschwert. Gerade im ländlichen Raum sei die Wasserversorgung schwierig, heißt es aus der Leitstelle. Sie mussten sich aus umliegenden Teichen und Gräben bedienen. Der Wind beschleunigte zusätzlich den Brand. Für das Stallgebäude gab es kaum noch eine Rettung, deshalb versuchten die Einsatzkräfte bis tief in die Nacht eine Ausbreitung auf umliegende Gebäude zu verhindern.

Jede Rettung zu spät

Für die 500 Lämmer, 300 Schafe, 80 Rinder und sechs Pferde kam jede Rettung zu spät. Die Hofbesitzerin rettete noch 50 Tiere vor dem Tod und kam später mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Die geretteten Tiere wurden auf Weiden gebracht und von einem Tierarzt untersucht. Da sich einige Tiere aus den nebenanstehenden Gebäuden eine Rauchvergiftung zugezogen haben, schloss der Tierarzt nicht aus, noch mehr Tiere erlösen zu müssen.

Brandursache

Wie es genau zum Brand kam, ist noch nicht geklärt. Die Ermittlungen dauern an. Laut dpa-Angaben hatte der achtjährige Sohn der Familie mit einem Freund gekokelt und dabei den Brand ausgelöst. Die beiden Kinder blieben dabei aber unverletzt.