Douglas Lindelöw muss EM-Pferd Casquo Blue gehen lassen

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Douglas Lindelöw mit Casquo Blue bei den Europameisterschaften in Riesenbeck. (© www.toffi-images.de)

Der Schwede Douglas Lindelöw hat schon mehrere herausragende Pferde in den Sport gebracht, die dann unter anderen Reitern glänzten. Nun ist auch sein aktuelles Spitzenpferd Casquo Blue verkauft.

Prominentestes „Lindelöw-Pferd“ ist sicherlich der Holsteiner Casello, der nach großen Erfolgen mit dem Schweden im Sattel zu Ludger Beerbaum ging und mit dem dann im Stechen Bronze für Deutschland bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 sicherte.

Der nun zwölfjährige Casquo Blue v. Chacco-Blue-Carthago Z-Grannus-Wohlgemuth aus der Zucht des Gestüts Lewitz startete seine Karriere mit seinem damaligen Besitzer Arnaud Martin aus Frankreich, der ihn unter anderem bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde vorstellte. 2018 übernahm dann Douglas Lindelöw die Zügel und führte den innerhalb ihrer rund vierjährigen Partnerschaft von 1,30 Meter-Springen bis auf höchstes Niveau. Die beiden sammelten Fünf-Sterne- und Weltcup-Platzierungen in Serie und wurden in Rom und St. Gallen für die jeweiligen Nationenpreisteams benannt, wo die beiden sich gerade mal einen Springfehler zu Schulden kommen ließen. Schließlich wurden sie in die Mannschaft für die Europameisterschaften in Riesenbeck berufen und zuletzt wurden sie unter anderem Fünfte beim Weltcup-Turnier in Madrid.

Douglas Lindelöw hatte sich eigentlich Hoffnungen gemacht, am Weltcup-Finale in Leipzig teilzunehmen. Doch daraus wird nun nichts. „Das war ein schwerer Abschied, als Casquo Blue den Stall verlassen hat“, schreibt Douglas Lindelöw auf seiner Instagram-Seite. „Mit seinem immer positiven Charakter, seinem großen Herz und seinem starken Willen hat er mich immer beeindruckt und es hat Spaß gemacht, ihn auf Turnieren zu reiten.“ Die Besitzer des Wallachs, der Stall Zets, ist eigentlich in der Traberszene zuhause. So hat man den Wallach verkauft. An wen, ist noch nicht bekannt.