Dressurreiter Leif Hamberger verlässt das Gestüt Nymphenburg gen Süden

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Leif Hamberger und Fahrenheit nach ihrem Sieg im Hessischen Berufsreiterchampionat.

Erst vor wenigen Monaten hatte Leif Hamberger die Nachfolge von Tessa Frank als Leiter des Gestüts Nymphenburg angetreten. Nun hat er neue Pläne, die ihn zurück in seine Heimat ziehen. Zumindest fast.

Der gebürtige Schwabe geht ins Saarland, in einen kleineren Stall. Gegenüber St.GEORG erklärte er: „Es kein bekannter Betrieb. Ich werde in Teilselbstständigkeit Pferde für Privatleute ausbilden. Ich werde klein anfangen. Vielleicht wird es dann auch erst mal ruhiger um mich. Ich werde verschiedene Pferde zur Verfügung gestellt bekommen und dann schauen wir mal, wie sich das entwickelt.“

Mit Bedacht wolle er den Betrieb eher kleiner halten, dafür aber richtig gut. „Ich möchte individuell arbeiten und ausbilden.“ Gerne nehme er aber auch Berittpferde an, „aber nur handverlesene“.

Zu seinen Beweggründen sagte Hamberger: „Mir geht es um zwei Bedürfnisse. Zum einen möchte ich nach meiner eigenen Methode arbeiten. Zum anderen bin ich einfach ein süddeutsches Kind. Von dort komme, dort kenne ich die Szene und ich freue mich schon jetzt auf die Turniere.“

Tannenhof und Nymphenburg

Leif Hamberger hatte seine Ausbildung bei Paul Schmid am Hessischen Landesleistungszentrum in Kranichstein gemacht. Danach arbeitete er unter anderem mit Ulla Salzgeber und Holga Finken zusammen, ehe er 2012 die Leitung des Gestüts Tannenhof übernahm. Dort bildete er unter anderem den Hannoveraner Hengst Fahrenheit bis Grand Prix aus, der in diesem Jahr unter seiner neuen Reiterin Anja Plönzke beim Louisdor Preis-Finale in Frankfurt platziert war.

Anja Plönzke, die Tochter von Tannenhof-Hausherr Klaus Plönzke, hatte Mitte vergangenen Jahres beschlossen, wieder in die alte Heimat zurückzukehren. Leif Hamberger verließ daraufhin den Tannenhof und wechselte zunächst aufs Gestüt Nymphenburg. Dort hatte man Vakanzen, nachdem Tessa Frank beschlossen hatte, sich selbstständig zu machen.

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