Louisdor Preis Finale 2017: Deutschlands Dressur-Zukunft sieht gut aus!

Ein wirklich perfektes Wochenende hat Jessica von Bredow-Werndl hinter sich. Nicht nur, weil sie eine einhundertprozentige Gewinnausbeute erzielte, sondern vor allem, weil sie hier ein Pferd präsentiert hat, von dem klar ist, dass es Championatspotenzial hat. Und da war sie nicht die einzige.

Dalera BB heißt die Siegerin im Louisdor Preis Finale 2017, eine Trakehner Stute v. Easy Game. Der Name ihres Vaters ist Programm bei dieser Stute – sie lässt auch die schwierigsten Lektionen aussehen wie ein Kinderspiel. Piaffen, Passagen, Pirouetten, die Übergänge, all diese Klippen des Grand Prix fallen diesem Pferd einfach in den Schoß. Die Stute ist so elastisch und kann so gut mit ihrem Körper umgehen, dass sie auch in den Lektionen höchster Versammlung immer noch absolut durch den Körper schwingt. Das können nicht viele Pferde. Und das, obwohl die Stute heute innerlich deutlich angespannter wirkte als noch in der Einlaufprüfung.

Am Freitag hatte die zehnjährige Trakehner Stute ihren Job noch mit einer geradezu unwahrscheinlichen Souveränität erledigt. Heute, mit deutlich mehr Zuschauern in der Halle, wirkte sie schon beim Einreiten unsicher. Sie scheint aber der Pferdetyp zu sein, der trotzdem alles versucht, auch wenn die innere Anspannung noch so groß ist. Gleichwohl sah man, dass Dalera sich heute in den Verstärkungen nicht ganz so fliegen ließ wie noch am Freitag, stark schwitzte (was womöglich aber auch daran liegt, dass die Pferde aus der kalten Abreitehalle in die warme Prüfungsarena kommen) und auch einmal wegsprang. Aber man spürte auch, dass sie ihrer Reiterin sehr vertraut und ihr Bestes gibt, auch wenn es ihr mal schwer fällt. Wobei „schwer fallen“  bei diesem Pferd sehr relativ ist. Der Ritt im einzelnen.

Jessica von Bredow-Werndl klopfte Dalera noch einmal aufmunternd den Hals, dann ritt sie ein. Schon wenn die Stute antrabt, schaut man zweimal hin. Trotzdem merkte man schon im ersten starken Trab, dass die Reiterin heute etwas auf der Bremse stehen musste. Sie kam nicht so recht zum Treiben, Dalera machte sich ein wenig eng und kam dementsprechend nicht ganz so groß zum Schwingen, wie sie es eigentlich kann. Deutliches Kreuzen in den Traversalen bei gleichbleibendem Takt. Durchlässiges Rückwärtsrichten. Der zweite starke Trab wieder etwas mit gebremsten Schaum. Danach federleichte, elastische Passage, müheloser Übergang in eine gesetzte, rhythmische Piaffe auf der Stelle und ebenso leicht und locker wieder in die Passage zurück. Die Richter gaben fast ausnahmslos Achten, Ghislain Fouarge bei B sogar Neunen für Piaffe und Übergänge. Übergang zum Schritt, der heute ein wenig eilig wirkte, aber Dalera zackelte nicht an und blieb gehorsam bei ihrer Reiterin. Dass es der Stute in dieser Prüfung heute etwas an der notwendigen inneren Losgelassenheit mangelte, sah man unter anderem am eingeklemmten Schweif in der Schritttour. Beim Anpassagieren aus dem versammelten Schritt dann ein kleiner Satz zur Seite, danach gleich wieder Konzentration und eine weitere Piaffe für eine Neun. Was für ein Charakter und was für ein tiefes Vertrauen zu ihrer Reiterin! Übergang in die Passage, angaloppieren, alles problemlos. Im Galopp wurden die Spannungen deutlicher, erkennbar am unruhigen Schweif. Der einzige echte Patzer in der heutigen Aufgabe war auch der Spannung geschuldet. Vor den Zick-Zack-Traversalen hatte die Reiterin die Stute nicht mehr vor sich, beim ersten Umstellen sprang sie zu früh um, die Kruppe kam hoch. Die Einer danach wieder sicher, wenngleich sie mit zunehmender Gelassenheit bestimmt noch an Ausdruck gewinnen. Gut gesetzte Pirouetten, dann ein etwas holpriger Übergang in den Trab und eine Schlusslinie, für die es heute Zehnen gab. Um es mal weihnachtlich auszudrücken: A Star is born!

Kommentator Dr. Dietrich Plewa: „Wunderschön, wie die Bewegungen bei der Stute durch den Körper gehen! Das ist kein Gestrampel, das ist natürliche Veranlagung.“ Und dann kam der Satz, den Jessica von Bredow-Werndl sicherlich noch ein bisschen im Ohr behalten wird: „Die Stute hat hier in Frankfurt am Championatskader angeklopft!“

Jessica von Bredow-Werndl berichtete zum Erstaunen aller, dass das hier in Frankfurt das dritte Hallenturnier ist, das Dalera in ihrem Leben geht. „Sie war etwas aufgeregt. Ich glaube, weil sie es so unheimlich richtig machen wollte. Ich liebe dieses Pferd einfach!“ Das Schöne: Das ist für jeden ersichtlich. Die Bewertung für die beiden heute: 76,720 Prozent.

Faustus goes international

von Korff

Volle Kraft voraus – Dorothee Schneider und Faustus beim Louisdor Preis Finale 2017.

Auch Dorothee Schneider hatte heute allen Grund zur Freude. Nicht nur, weil sie Zweite wurde mit dem neunjährigen Hannoveraner Falsterbo-Sohn Faustus (73,760 Prozent), sondern weil der Wallach heute auch mit der Zuversicht und dem Selbstvertrauen ging, die er am Freitag noch etwas hatte vermissen lassen. Salopp formuliert: Fausti war heute auf Zug. Das sah man in den Verstärkungen, aber z.B. auch in den Traversalen, die beide toll im Fluss waren. Das Rückwärtsrichten war ein Highlight. Unverständlich, dass es hierfür keine höheren Noten als von 6,5 bis 7,5 gab. Dann folgte Faustus’ große Stärke: die Piaffe-Passage-Tour. Ausdruck, Kadenz, Rhythmus, das ist alles da und geht auch in den Übergängen nicht verloren. Der zum Schritt war dann etwas stockend, der Schritt selbst dann aber wieder sicher im Takt und fleißig marschierend. Richtig gepunktet hat das Paar dann noch einmal im Galopp. Wenn Faustus im starken Galopp über die Diagonale fliegt, geht man am Zielpunkt automatisch ein wenig in Deckung. Dorothee Schneider ließ heute aber auch keinen Punkt liegen, nahm Faustus erst ganz kurz vor der Ecke wieder auf, und anders als andere Pferde, auch solche, die schon wesentlich erfahrener sind, blieb der Wallach dabei schnurgerade und konnte daraus einen wunderbaren Wechsel entwickeln. Highlights waren auch die exakt gerittenen Zick-Zack-Traversalen und dann die Einerwechsel, die waren einfach toll und auf das Gesicht der Reiterin stahl sich ein Lächeln. In der ersten Pirouette hatte sie Fasutus dann nicht mehr ganz so gut vor den treibenden Hilfen, dadurch verlor er etwas die Balance. Dann hatten die beiden ihren Takt wieder gefunden. Auf der letzten Mittellinie gab es noch ein kurzes Missverständnis als Faustus bei X dachte, er sei fertig für heute und Aufstellung zum Gruß nehmen wollte. Einmal korrigiert, kein Problem. Als er dann bei G zum Halten kam, schien es als müsse Dorothee Schneider für eine Sekunde inne halten, ehe sie ihrem Pferd um den Hals fiel. Das war eine richtig gute Runde.

Dr. Dietrich Plewa brachte es auf den Punkt: „Sicher, die Galoppade dieses Pferdes ist beeindruckend im Bergauf. Was mir aber imponiert ist so vieles im Detail!“ Als Pars pro toto um seinen Standpunkt zu verdeutlichen, hatte er sich das Rückwärtsrichten ausgesucht: „Das ist ja bekanntlich der Prüfstein der Durchlässigkeit und gelang den beiden absolut diagonal. Das Genick veränderte sich überhaupt nicht. Das lässt Rückschlüsse darauf zu, wie zuhause gearbeitet wird.“ Das Kompliment ging hier also auch in Richtung Ausbilderin. Und zu Faustus meinte er: „Eines der Pferde, die in jedem internationalen Grand Prix konkurrenzfähig sind!“ Also der nächste made by Schneider.

Die Reiterin selbst schwärmte: „Ich bin so stolz auf Fausti! Heute hat er mit mir angegriffen und ich hatte ihn viel besser vor mir!“ Ihr Dank galt an dieser Stelle auch der Besitzerfamilie Heicke vom Gestüt Fohlenhof, die ihr den Wallach zur Verfügung stellt. Schließlich steht und fällt die Karriere eines Pferdes nicht nur mit dem Reiter, zu dem es kommt, sondern es ist auch umgekehrt.

Franziskus, der Laute

Rang drei ging an Ingrid Klimkes Franziskus v. Fidertanz. Der neunjährige Hannoveraner Hengst von der Station Holkenbrink hatte heute ein bisschen mit seinen Hormonen zu kämpfen. Schon als er in die Halle kam, wieherte er ein paar Mal laut und durchdringend, und gab seiner Reiterin einiges zu tun, bis sie ihn wieder halbwegs bei sich hatte. Es ist eine Meisterleistung, wie Ingrid Klimke diesen Hengst, der in jüngeren Jahren auch schon mal ganze Prüfungen gesprengt hatte, mit viel Geduld und Üben auf ihre Seite bekommen hat. Davon profitierte sie heute. Als die Aufgabe begann, riss Franziskus sich wirklich zusammen und konzentrierte sich. Der erste starke Trab entlockte den Richtern zum Teil Neunen und einigen Zuschauer ein andächtiges „Ohhh!“ Wobei der Hengst dazu neigt, hinten breit zu fußen. Alles ging gut bis zur Schritttour. Hier musste Franzikus dann doch noch einmal nach den Freunden draußen auf dem Abreiteplatz rufen. Die Passagen gelangen mit Ausdruck, die Schwebephase könnte vielleicht eine Idee ausgeprägter sein. In den Piaffen senkt sich der Hengst, verliert aber etwas an Rhythmus und könnte deutlicher abfußen. Dadurch fallen ihm die Übergänge dann auch etwas schwerer. In der Galopptour unterlief den beiden einzig in den Einerwechseln ein wirklicher Patzer, aber man sah, dass Klimke ihr ganzes reiterliches Können aufwenden musste, um die Prüfung heile nach Hause zu bringen. Dafür zollte ihr Dr. Dietrich Plewa großen Respekt: „Es war eine reiterliche Meisterleistung, wie souverän Ingrid ihn da heute durchgesteuert hat.“

Ingrid Klimke selbst war etwas trotz ihrer Vielseitigkeitskondition außer Atem als sie vom Pferd gestiegen war, um ihren Eindruck der Prüfung am Mikrofon zusammenzufassen: „Die ganze Saison über hat er nicht einmal gewiehert, ich dachte wirklich, das hätten wir hinter uns!“, bedauerte sie und gab zu: „Das war schon ein bisschen Arbeit heute!“ 72,160 Prozent lautete das Ergebnis.

Noch eine Entdeckung

Reiterliche Meisterleistungen sah man heute einige, unter anderem auch von Heiner Schiergen. Nachdem sein Carlos am Freitag ja den Dienst quittiert hatte und Schiergen gar nicht erst versuchte, die Aufgabe zu beginnen, sondern nur zusah, dass er im Leichttraben außen herum kam, um dem Wallach das Vertrauen für heute zu geben, war die Prüfung heute eines der Highlights des Morgens. Vor Beginn des Finales waren die beiden heute Morgen in aller Herrgottsfrühe noch einmal ganz in Ruhe in die Festhalle gegangen, damit der rheinische Carabas-Sohn noch einmal jeden Weihnachtsmann in Augenschein nehmen konnte. Und als dann das Stündlein der Wahrheit geschlagen hatte, kam Schiergen nicht etwa mit Druck in die Halle, sondern trabte immer noch leicht, ließ den Wallach lang und tief, klopfte ihn und tat so als sei das ein ganz normales Sonntagsmorgens-Training. Die Rechnung ging auf.

Carlos besticht durch seine Elastizität und einen scheinbar grenzenlosen Go. Das ist unabdingbare Voraussetzung für ein Grand Prix-Pferd, stellt den Reiter aber auch vor Herausforderungen. Denn so einen heißen Ofen durch eine Grand Prix zu lavieren, das ist eine Kunst! Da passiert es dann schon mal, dass die Nase hinter die Senkrechte rutscht und der Ganaschenwinkel nicht ganz so offen ist, wie man es sich eigentlich wünscht. Aber das ist eine Frage der Routine. Das brauche es noch „für Optimalnoten“, sagte Dr. Plewa. Und das ist aus dem Munde eines Fünf-Sterne-Richters ja eine viel versprechende Aussage.

Routine ist das einzige, was Carlos nicht im Überfluss hat. Ansonsten kann der Wallach alles: schwingende, rhythmische Piaffen mit federleichtem Abfußen, erhabene Passagen, und alles, was nach vorne geht, ist sowieso super. Dr. Dietrich Plewa fasste zusammen: „Ein Grand Prix-Pferd in jeder Hinsicht!“ Eines, das seine ersten Lektionen in dieser Klasse erst im Spätsommer ging.

Da waren dann nämlich die Europameisterschaften der Jungen Reiter Geschichte, wo Carlos seiner eigentlichen Reiterin Hannah Erbe die Nachwuchs-Goldmedaillen Nummer sechs, sieben und acht beschert hatte. Heiner Schiergen coachte bei dieser Euro drei Schülerinnen. Er macht es immer so, dass er die Pferde seiner Schüler erst einmal eine Klasse höher reitet, ehe dann der Nachwuchs übernimmt. So eben nun auch mit Carlos, der heute den ersten Grand Prix seines Lebens ging, 71,080 Prozent von den Richtern erhielt und Potenzial zeigt für noch deutlich mehr.

Da kann sich Hannah Erbe im kommenden Jahr auf eine fantastische U25-Tour freuen! Die wird sie übrigens als neues Mitglied der Deutsche Bank Reitsport-Akademie bestreiten.

Die weiteren Platzierten

Rang fünf ging mit 70,940 Prozent an den ganz soliden Hannoveraner Wallach Duke of Britain v. Dimaggio unter Frederic Wandres. Dr. Dietrich Plewa lobte im Anschluss nach dem Ritt: „Die besten Piaffen, die wir bis jetzt gesehen haben! Ausgereift auf der Stelle, das Pferd setzt sich, fußt deutlich ab und ist in bilderbuchmäßiger Anlehnung.“ Allerdings mahnte er den Reiter auch ob eines Patzers in den Zick-Zack-Traversalen, bei denen Duke of Britain im Richtungswechsel nicht schnell genug umsprang: „Im Mittelgalopp ist das auch schwierig mit dem Fliegenden Wechsel! Also das nächste Mal ein bisschen weniger frei!“ Da musste auch der Reiter lachen.

Sechster wurde Tannenhof’s Fahrenheit v. Fidertanz (70,260). Erst seit wenigen Monaten sitzt Anja Plönzke wieder im Sattel des Hannoveraner Hengstes mit dem gewaltigen Motor an der richtigen Stelle. Zur Grand Prix-Reife hatte ihn der bis dato für den Tannenhof tätige Leif Hamberger gbracht, ehe Anja Plönzke im Sommer wieder die Zügel übernahm. Den beiden gelang heute eine technisch saubere Prüfung. Für die Zukunft wünschte man sich vielleicht eine etwas weniger aufwändige Hilfengebung und einen weniger vorherrschenden Kandarenzügel.

Ein weiteres neues Mitglied der Deutsche Bank Reitsport-Akademie platzierte sich an siebter Stelle mit 69,720 Prozent: Ninja Rathjens auf dem imposanten Hannoveraner Schimmel Emilio v. Earl. Trotz seiner massigen Gestalt bewegt sich der Wallach elegant und leichtfüßig. Heute war nicht nur für ihn Grand Prix-Premiere, sondern auch für seine Reiterin. Allerdings hatten die beiden im Sommer schon zur Mannschaft gehört, die bei den U25-Europameisterschaften in Lamprechtshausen Gold gewonnen hat. Aber da wird eine Aufgabe auf Intermédiaire II Niveau verlangt, in der zwar Piaffe und Passage vorkommen, jedoch nicht in der Dichte, wie in einem „richtigen“ Grand Prix. Insofern Hut ab vor Ninja Rathjens, die wirklich korrekte Prüfung ritt. Zumal man den Eindruck hatte, dass Emilio die Atmosphäre in der Festhalle eigentlich nicht so recht geheuer war. Er sprang zwar nicht zur Seite, aber wirkte immer ein bisschen wie in Hab-Acht-Stellung. So war er dann eine Nuance zu eng und zu hoch aufgerichtet, wodurch er nicht ganz so zum Schwingen kam, wie er es ganz sicher könnte. Dr. Plewa lobte die Reiterin und betonte, dass ihm vor allem die Zwanglosigkeit gefiele, mit der die beiden heute die Aufgabe absolviert haben.

Achter (68,540) wurde der Hotline-Sohn Hermes unter dem bayerischen Ausbilder Uwe Schwanz. Auch die beiden hatten in der Einlaufprüfung noch so ihre Problemchen mit der Prüfungshalle. Aber heute war der Hotline-Sohn ganz konzentriert bei seinem Reiter. Dr. Plewa bescheinigte ihm, dass alle Anlagen für die Grand Prix Lektionen da seien, und dass er heute mit Nachdruck bewiesen habe, dass er in diesem „hochkarätigen Feld“ mithalten kann. Einzig in Sachen Ausdruck sei da noch Luft nach oben.

Die Prüfung eröffnet hatten heute früh Marcus Hermes und Rovereto. Der Hannoveraner hatte heute einen Fehler in den Einerwechseln, was der Reiter umso mehr bedauerte, als da dies eine der besten Lektionen des Rousseau-Sohnes ist, Platz neun mit 67,880 Prozent. Er muss noch etwas an Kraft gewinnen, um sich in den Lektionen höchster Versammlung besser ausbalancieren zu können. Aber die beiden seien auf dem richtigen Weg, attestierte Dr. Plewa und lobte explizit, die gute Ausbildung und Durchlässigkeit des Pferdes.

Carola Koppemann und Sandiego v. Sancisco belegten heute Platz zehn (66,060). Beeinträchtigt wurde die Note zum einen dadurch, dass der Wallach etwas zu eng wurde, weil er eben auch eines jener Pferde mit dem großen Gang ist. Schwerwiegender ist jedoch, dass er das rechte Hinterbein mal mehr mal weniger deutlich höher nimmt als das linke. Nach dem Durchparieren von der Passage in den Schritt sah es fast aus wie ein Hahnentritt. Das ist teuer.

„Sie ruht in sich!“, sagt Louisa Lüttgen über ihre Hannoveraner Diamond Hit-Tochter Diva Noir. Am Freitag ruhte sie so sehr in sich, dass ihre Reiterin sie ein paar mal energisch an ihre Aufgaben erinnern musste. Heute hatte sie sie zwar besser am Schenkel, verlor aber unter anderem Punkte durch einen Fehler in den Einerwechseln, Platz elf mit 65,640 Prozent.

Und Ingrid Klimkes Geraldine?

Letztes Paar waren heute Igrid Klimke und Geraldine. Leider ging die Dunkelfuchsstute schon in der ersten Trabverstärkung deutlich ungleich, um nicht zu sagen, sie lahmte. Im versammelten Tempo sah man es nicht so deutlich, aber in der Traversale nach links war es unübersehbar und nach der zweiten Trabverstärkung gab Ingrid Klimke auf.

 

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