Frankfurt: Grand Prix Special für Jessica von Bredow-Werndl, Kür zum zweiten Mal an Jan-Dirk Gießelmann

Frankfurt – Festhallen Reitturnier 2017

Jessica von Bredow-Werndl und Zaire, Gewinner des Grand Prix Special 2017 in der Frankfurter Festhalle. (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Jessica von Bredow-Werndl hat ihre Ladies in Schuss! Nicht nur Louisdor Preis-Siegerin Dalera ging in Frankfurt herausragend, auch Zaire zeigte sich in bestechender Form und ernetete zwei goldene Schleifen. Und Jan-Dirk Gießelmann gelang das Doppel.

Irgendwie reitet Jessica von Bredow-Werndl seit der Geburt ihres Sohnes Moritz wie entfesselt. „Ich wache jetzt nicht mehr auf und denke: ,Heute ist Weltcup!‘, sondern als erstes frage ich mich: ,Wie mache ich das mit Moritz?‘ Ich bin souveräner und abgezockter geworden seitdem ich aus der Babypause zurück bin.“

Das ist sicherlich nicht das schlechteste, wenn man Pferde wie Zaire und auch Louisdor-Siegerin Dalera unter dem Sattel hat, von denen Jessica von Bredow-Werndl sagt: „Sie sind beide so wahnsinnig sensibel, dass ich jede Sekunde präsent sein muss. Ich darf nicht einmal unaufmerksam sein.“ Diese Sensibilität ist die Grundlage für die Leichtigkeit, mit der sich beide Stuten hier in Frankfurt präsentierten. Den Grand Prix hatte Zaire schon gewonnen, im Special setzte sie noch einen drauf. Einzig beim Übergang von der Passage in den vergangenen Galopp gab es einen Wackler. Ansonsten zelebrierten die beiden die Prüfung und wurden mit 75,529 Prozent belohnt. Alle Richter sahen das Paar an erster Stelle.

Zweite wurde Fabienne Lütkemeier mit ihrem Routinier D’Agostino. 72,608 Prozent gaben die Richter dem 17-jährigen De Niro-Sohn. Für die Serienwechsel zückten sie sogar mehrfach die 9.

Über Rang drei konnte sich Victoria Michalke auf der selbst ausgebildeten Stedinger-Tochter Novia freuen – noch so eine sensible Stute mit ganz viel Gehlust, die diesmal leider in beiden Wechseltouren Fehler hatte, aber am Ende noch auf 69,039 Prozent kam.

Jan-Dirk Gießelmann zum Zweiten

Für die Kür-Tour hatten sich sieben Paare entschieden. Mit genau 76 Prozent konnten Jan-Dirk Gießelmann und sein 13-jähriger Rubin-Royal-Sohn Royal Dancer ihren Vorjahreserfolg wiederholen. Wobei Gießelmann sich ganz besonders darüber freute, dass sein Pferd in seinen Augen heute sogar noch ein Stückchen besser ging als letztes Mal. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, aber es war wohl ganz gut“, meinte er in aller Bescheidenheit.

Platz zwei ging an Heiner Schiergen auf dem zehnjährigen Oldenburger Discovery v. Dimaggio. Im vergangenen Jahr war der Fuchs hier noch beim Louisdor Preis am Start gewesen und Fünfter geworden. Nun darf er Küren gehen. Die liebe er, verriet sein Ausbilder, der ihn auch schon bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde vorgestellt hatte. Heute gab es 74,750 Prozent für die beiden und zwei Richter, Dr. Dietrich Plewa bei H und Dr. Evi Eisenhardt bei M, hätten sie sogar an erster Stelle gesehen.

Dritter wurde Hubertus Schmidt auf einem Imperio, von dem er sagt, so habe er ihn lange nicht erlebt. Auf dem Abreiteplatz war der Trakehner Hengst nämlich so wild, dass der Reitmeister sich fragte, ob er überhaupt einreiten soll. Gut, dass er sich dazu entschieden hatte. In der Prüfung lief es dann und die Richter gaben 74,325 Prozent, knapp geschlagener Dritter.

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