Gerco Schröders London wird aus dem Sport verabschiedet

Gerco Schröder und London auf dem Weg zur Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2012

Gerco Schröder und London auf dem Weg zur Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2012 (© www.toffi-images.de)

Fast zehn Jahre lang ging der belgische Hengst London unter dem Niederländer Gerco Schröder im internationalen Springsport. Doch nun ist Schluss. Mit seinen nun 17 Jahren soll er sich nur noch der Zucht widmen.

Als Gerco Schröder 2007 einen damals fünfjährigen belgischen Hengst v. Nabab de Reve in den Stall bekam, war ihm klar: Dieser Fuchs ist einer für ganz oben. Der Name des Hengstes: Carembar de Muze. Aber da Schröder zu der Zeit für das Unternehmen Eurocommerce ritt, wo alle Pferde nach großen Städten benannt waren, musste ein anderer Name her für den Youngster. Schröder wählte einen mit Omen: London. Fünf Jahre später trug besagter London den Niederländer in eben jener Stadt zu den größten Erfolgen seiner Karriere: zwei Olympischen Silbermedaillen.

2014 trugen die beiden außerdem zum Mannschaftsgold der Oranje-Reiter bei den Weltreiterspielen in der Normandie bei. Hinzu kamen Siege in den Großen Preisen von Cannes über Doha bis Rio, Salzburg, Wien usw. Und auch in Nationenpreisteams waren die beiden eine Bank

Einen Knick bekam die Karriere durch die Eurocommerce-Insolvenz. Die Pferde durften keine Turniere mehr gehen und sollten verkauft werden. Londons Schicksal war ungewiss. Da sprang der österreichische Waffenproduzent Gaston Glock ein – Sponsor auch von Edward Gal und Hans Peter Minderhoud – und kaufte London. 8,6 Millionen Euro soll er gekostet haben.

Das Paar Schröder/London konnte zusammen bleiben, konnte aber nicht mehr so ganz an die früheren Erfolge anknüpfen. Der Hengst wurde nur noch sehr gezielt eingesetzt, aber auch damit soll nun Schluss sein. Ende des Monats soll er beim CSIO5* in Geesteren offiziell verabschiedet und dann nur noch in der Zucht eingesetzt werden. „Ich freue mich auf viele Fohlen von diesem großartigen Hengst“, so Gerco Schröder auf der GHPC Facebook-Seite.