Haya-Ehemann Scheich Maktoum von Londoner Gericht schuldig gesprochen

FEI-Präsidentin Haya stellt sich für eine weitere Amtsperiode zur Wiederwahl

(© FEI)

Nachdem Prinzessin Haya von Jordanien vor einigen Monaten vor ihrem Ehemann, Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, nach London geflohen war, wurde der nun von einem britischen Gericht verurteilt.

Der Londoner High Court sieht es nach Gesprächen mit diversen Zeugen als erwiesen an, dass die Vorwürfe, die Prinzessin Haya gegen ihren Ehemann, Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, vorbringt, der Wahrheit entsprechen.

Der Emir von Dubai soll veranlasst haben, dass zwei seiner Töchter aus früheren Ehen, die vor ihrem Vater geflohen waren, entführt und in den Palast zurückgebracht wurden, wo sie unter Arrest gestellt worden sind. Eine der Töchter warf ihrem Vater vor, sie gefoltert zu haben. Auch das wurde durch das Gericht bestätigt.

Prinzessin Haya hatte zunächst noch auf der Seite ihres Mannes gestanden und ihm geglaubt, dass er die Frauen „gerettet“ habe. Sie ist seine sechste Ehefrau. Ihre zwei Kinder sind Nummer 24 und 25 des Scheichs. Die einstige Olympiareiterin, die bis 2014 noch Präsidentin des Weltreiterverbandes FEI gewesen war, sagte, sie sei schließlich jedoch selbst massiv bedroht worden, weil sie sich um das Wohlergehen der beiden Töchter gesorgt und dies ihrem Mann gegenüber auch geäußert hatte.

Das Gericht glaubte ihren Aussagen, dass sie zweimal eine entsicherte Waffe auf ihrem Kopfkissen gefunden habe. Zudem sei ein Helikopter auf ihrem Grundstück gelandet und der Pilot habe gedroht, sie zu entführen und in ein Gefängnis in der Wüste zu stecken.

Der Richter sagte: „Der Vater hat Ende 2018 in einer Art gehandelt, die darauf abzielte, die Mutter einzuschüchtern und zu ängstigen und er hat andere ermutigt, das für ihn zu tun.“

Die Untersuchungsergebnisse des Gerichts sind nun veröffentlicht worden – obwohl der Emir von Dubai alles versucht hatte, um eben das zu verhindern.

Demnach soll er Haya gegenüber geäußert haben, sie und ihre Kindern würden „in England niemals sicher sein“. Auch veröffentlichte er ein Gedicht mit dem Titel: „Du hast gelebt, du bist gestorben“.

Quelle: www.bbc.com