Julia Krajewskis WM-Pferd Chipmunk geht an Michael Jung

Aachen – CHIO 2018

Julia Krajewski und Chipmunk beim CHIO Aachen 2018, wo sie souverän siegten. (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Das Gerücht ging schon länger um, nun ist es offiziell: Julia Krajewskis Aachen-Sieger Chipmunk wurde verkauft und wird in Zukunft von Michael Jung geritten.

Ende Oktober lief der bislang bestehende Vertrag zwischen Chipmunks Züchter und Besitzer, Dr. Hilmer Meyer-Kulenkampff, und Julia Krajewski aus. Aus persönlichen Gründen wollte Meyer-Kulenkampff die große Verantwortung für das Spitzenpferd nicht mehr tragen und entschied sich darum, den nun elfjährigen Hannoveraner Contendro-Sohn zu verkaufen. Er gehört nun anteilig dem Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR), Professor Klaus Fischer und zu einem geringen Teil auch noch dem Züchter.

Im Gespräch mit St.GEORG sagte Chipmunks Ausbilderin Julia Krajewski: „Für mich ist das sehr schwer. Natürlich ist es traurig, wenn ein Pferd den Stall verlässt – erst recht, wenn es eines ist, das man von klein auf hatte. Chip war immer ein bisschen unser Welpe im Stall. Ich bin stolz darauf, was aus ihm geworden ist.“

Auch könne sie die Entscheidung des Besitzers verstehen, aber: „Es war aus verschiedenen Gründen nicht möglich, Chip für mich zu sichern.“ Dementsprechend kommt nun der dreifache Olympiasieger Michael Jung in den Genuss, den talentierten Hannoveraner weiter reiten zu dürfen.

Von der Eignung bis nach Tryon

Julia Krajewski hatte Chipmunk schon bei seiner allerersten Prüfung geritten. Das war 2013 eine Eignungsprüfung mit Gelände. Noch im selben Jahr gewannen sie das Bundeschampionat der fünfjährigen Geländepferde. Ähnlich mustergültig ging die Karriere weiter.

Sechsjährig folgten die ersten internationalen Starts – auf Anhieb siegreich. 2015 dann die ersten Zwei- und 2016 die ersten Drei-Sterne-Auftritte. 2017 wurden sie Sechste bei den Deutschen Meisterschaften in Aachen.

Im vergangenen Jahr waren sie siegreich im CIC3* in Marbach, im CCI3* in Bramham und im CICO3* in Aachen. Sie wurden für die Weltreiterspiele in Tryon nominiert und gingen nach der Dressur als Führende ins Gelände, wo sie einen ärgerlichen Vorbeiläufer kassiert hatten. Das war das letzte Turnier des Paares.

Um ihre Zukunft braucht die Bundestrainerin der Junioren sich trotzdem keine Gedanken zu machen. Neben Vier-Sterne-Sieger Samourai du Thot hat sie auch noch die viel versprechende Selle Francais-Stute Amande de B’Neville v. Oscar des Fontaines im Stall, die 2018 ihre ersten Drei-Sterne-Platzierungen holte. Außerdem steht auch Chipmunks vierjähriger Vollbruder bei ihr zur Ausbildung.

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