Kees Visser geht gegen einstweilige Verfügung im Streit um Totilas-TG vor

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Totilas unter Matthias Matthias Alexander Rath beim CHIO Aachen 2014. (© von Korff)

Gestern ließ Paul Schockemöhle via Pressemitteilung wissen, dass am Landgericht Oldenburg eine einstweilige Verfügung gegen Totilas‘ Vorbesitzer Kees Visser erlassen worden ist, nach der dieser vorerst keinen TG-Samen des verstorbenen Hengstes mehr verkaufen darf. Nun kündigt Visser Gegenmaßnahmen an.

Das meldet Eurodressage unter Berufung auf die niederländische Website horses.nl. Demnach haben Visser und sein Anwalt Luc Schelstraete Widerspruch bzw. Berufung gegen die durch die 5. Zivilkammer des Landgerichts Oldenburg erlassene einstweilige Verfügung eingelegt.

Visser und sein Anwalt zweifeln an, dass das Gericht in Oldenburg überhaupt für die Angelegenheit zuständig ist. Ebenso sehen sie sich in der Sache als solcher im Recht. Visser hatte noch TG-Samen von Totilas aus der Zeit vor dem Verkauf an Paul Schockemöhle, die im Reproduktionszentrum Holstud lagerten. Diesen Samen wollte er nun nach dem Tod des Hengstes im Dezember 2020 verkaufen.

Wie Paul Schockemöhle erklärte, gab es eine Absprache zwischen ihm und Kees Visser, was den TG-Samen von Totilas betraf. Demnach habe Visser Schockemöhle im Zuge des Verkaufs von Totilas bereits rund 400 „Straws“ mit TG-Samen zurückgegeben. Er habe nur einige wenige behalten wollen, um damit seine eigenen Stuten zu besamen, aber nicht um diese zu verkaufen. Damit sei Schockemöhle damals einverstanden gewesen. „Ich kannte ihn schon lange und habe ihm vertraut“, wird der Mühlener Pferdezüchter und -händler zitiert.