Österreichischer Verband sperrt internationalen Springreiter wegen Misshandlung seines Pferdes

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Symbolbild

Bei einem nationalen Turnier in Ebreichsdorf war der Springreiter Günter Wintersberger mehrmals massiv negativ aufgefallen und muss sich nun vor der Disziplinarkommission verantworten. Vorläufig ist er gesperrt.

Der Österreichische Pferdesportverband OEPS berichtet auf seiner Internetseite über den Fall. Demnach war der 55-jährige Günter Wintersberger vom 10. bis 12. Juni bei einem nationalen Turnier in Ebreichsdorf mit einem Pferd namens Camp of Class am Start. Bei einer Springprüfung sei es zu einem Ungehorsam des Pferdes, also einer Verweigerung, gekommen „und nachfolgend zu massiven Überschreitungen der Bestrafung des Pferdes, insbesondere Gertenhiebe gegen den Kopf“. Zudem sei Winterberger schon am Vortag wegen „schwerer Misshandlung des Pferdes vor den Augen der Öffentlichkeit“ aufgefallen. Doch es sei besonders der zweite Vorfall gewesen, der von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde und damit dem Ansehen des Pferdesports „erheblich geschadet“ habe.

Es gibt Videoaufnahmen, die das Ganze beweisen und die dem Strafausschuss des OEPS vorliegen. Deren Echtheit sei unbedenklich. Daher sei die Voraussetzung für dringenden Tatverdacht, konkret eines Verstoßes gegen die Statuten des OEPS §2011, Punkt 2.1 (Schädigung des Ansehens des Pferdesports), 2.2 (unreiterliches oder unsportliches Benehmen) und 2.4 (nicht pferdegerechte Behandlung des Pferdes) gegeben.

Seit dem 21. Juni ist Günter Wintersberger nun für die Dauer von Drei Monaten (bis 20. September) von sämtlichen pferdesportlichen Veranstaltungen ausgeschlossen und darf keinen Turnierplatz betreten. Dabei handelt es sich erstmal um eine vorläufige Maßnahme, bis der Strafausschuss endgültig entschieden hat.

Auf Facebook heißt es vom Verband: „Der Fall wurde außerdem vom Österreichischen Pferdesportverband zur Anzeige gebracht und die für Tierschutzvergehen zuständige Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet. Unsere Rechtsorgane werden diesen Fall zur Gänze aufklären und die Beteiligten zur Verantwortung ziehen.“

www.oeps.at

  1. Norbert Fischer

    Bei genauerer Betrachtung würde man zu der Erkenntnis kommen, dass Tierquälerei im Pferdesport eine alltägliche Erscheinung ist. Das Abrichten eines Pferdes für den Turniersport ist ohne Gewaltanwendung ( scharfe Zäumung, Schlaufzügel, Rollkur, Metallsporen, Peitschen und
    diverser Drangsaliermethoden ) nicht möglich. Da die sogenannte Ausbildung meist hinter verschlossenen Türen stattfindet, ist davon auszugehen, dass Tierquälerei jeden Tag irgendwo stattfindet.

  2. Inka

    Es ist zum kotzen !!!
    Diese Tierquälerei….
    Ich bin fest davon überzeugt, daß, wenn das nicht in der Öffentlichkeit passiert wäre, es unter den Teppich gekehrt worden wäre. Den Veranstaltern, CHIO z. Bsp., ist es doch scheißegal, ob die Pferde misshandelt werden, Hauptsache Prestige und Kohle stimmen.
    Denn solange all die reichen Leute mit ihren bescheuerten Hüten, Champagner in der Hand und völlig überteuertem Essen in ihren Logen ein Schweinegeld bezahlen, wird das auch nicht aufhören.


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