Zivilverfahren wegen Betrugs gegen US-Dressurreiterin Caroline Roffman beigelegt

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Caroline Roffman mit Her Highness beim CHIO Aachen 2014. (© von Korff)

Anfang Oktober wurde bekannt, dass die 29-jährige US-Dressurreiterin Caroline Roffman wegen Betrugs beim Pferdehandel angeklagt wurde. Schon damals sagte die „FEI Nachwuchsreiterin des Jahres 2010“. Die Anschuldigungen seien „schlicht falsch“.

Nun wurde das Verfahren beigelegt und die streitenden Parteien haben sich geeinigt. Inwiefern ist nicht bekannt. Der US-Internetseite dressage-news.com zufolge haben beide Parteien einen Vertrag unterschrieben, der sie zur Verschwiegenheit verpflichtet, was die Details der Vereinbarung betrifft.

Caroline Roffman wurde in Europa bekannt durch ihre Auftritte in der U25-Tour beim CHIO Aachen 2013. Damals belegte sie im Sattel von Sagacious HF zweimal Rang zwei und platzierte sich anschließend auch beim CDI4* in Perl-Borg. Ein Jahr später war sie wieder auf Europa-Tournee, diesmal mit der Stute Her Highness O, mit der sie 2015 auch ihr letztes internationales Turnier ritt. 2010 war Caroline Roffman zum „Rising Star“ der FEI gewählt worden, also zur Nachwuchsreiterin des Jahres.

Inzwischen widmet sich die 29-Jährige vor allem dem Training von Reitern und Pferden und dem Handel. Dabei soll sie betrogen haben. Angeblich hatte Roffman gegenüber den Verkäufern der sechsjährigen Hannoveraner Stute Fabrege angegeben, die Stute habe 300.000 Euro gebracht beim Verkauf, obwohl sie tatsächlich 900.000 Euro für das Pferd bekommen hatte. Klägerin gegen Roffman war die vorherige Reiterin besagter Stute, Alice Tarjan. Sie hatte sowohl Roffman selbst als auch deren Unternehmen angeklagt, „Lionshare Dressage LLC“. Wie genau das ganze vonstatten gegangen sein soll, hatten wir im Oktober bereits erklärt.

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