Berlin: Codex One meldet sich mit Sieg zurück, sensationelle Vorstellung von Simone Blum

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Sieger der ersten Global Champions Tour-Etappe von Berlin: Christian Ahlmann und Codex One. (© von Hardenberg)

Die erste Global Champions Tour in Berlin war aus deutscher Sicht ein voller Erfolg – aus sportlicher Sicht, aber auch wegen der gelungenen Veranstaltung.

Christian Ahlmann hatte heute doppelten Grund zur Freude. Fast ein dreiviertel Jahr hatte sein 15-jähriger Hannoveraner Codex One pausiert. Anfang Juli ging er sein erstes Turnier in Knokke, dann in Chantilly und nun in Berlin. Während Ahlmann es in Knokke mit zwei Rahmenspringen noch ruhig angehen ließ, ging der Contendro-Sohn in Chantilly schon wieder die große Tour und rangierte an achter Stelle. Jetzt in Berlin gelang ihm nach langer Zeit wieder ein ganz großer Sieg.

Nur drei Reiter waren in beiden für die Global Champions Tour relevanten Runden fehlerfrei geblieben und erreichten das Stechen. Zwei blieben auch hier fehlerfrei. Beide kommen aus Deutschland. Am Ende siegten Christian Ahlmann und Codex One nicht nur mit der schnellsten fehlerfreien, sondern der schnellsten Stechrunde überhaupt: 40,56 Sekunden. Dazu sein Reiter: „Ich bin schon ziemlich begeistert. Codex kann einfach alles, egal auf welchem Platz. Er hatte eine längere Pause und hat gezeigt, dass er auch ohne viel Wettkampfpraxis allzeit bereit ist. Er weiß einfach ganz genau, was er zu tun hat. Es war eine große Freude, ihn hier zu reiten.“

Platz zwei für die Deutschen Meister

von Hardenberg

Ja, da hatte Simone Blum allen Grund zur Freude als Alice auch den letzten Sprung im Stechen um die erste Global Champions Tour Etappe von Berlin fehlerfrei überwand. (© von Hardenberg)

Shooting Star Simone Blum und ihre DSP-Stute Alice v. Askari waren ebenfalls strafpunktfrei und mit 41,01 Sekunden zudem deutlich schneller als der drittplatzierte Niederländer Leopold van Asten. Dessen elfjährige For Pleasure-Tochter Beauty nahm zudem zwei Stangen mit, so dass es eine klare Entscheidung war.

Für Simone Blum ist Berlin ein riesengroßer Erfolg, vielleicht der größte ihrer bisherigen Karriere. Im vergangenen Jahr war sie Deutsche Meisterin der Amazonen. In diesem Jahr ritt sie weiter von Erfolg zu Erfolg mit der Deutschen Meisterschaft der Herren in Balve als vorläufigem Höhepunkt. Vergangenes Wochenende in Aachen war sie ebenfalls mehrfach gut platziert. Allerdings war der Start mit einem Fragezeichen versehen gewesen, da Alice sich beim Nationenpreisturnier in Rotterdam vertreten hatte und eine Weile pausieren musste. Aber schon in Aachen war Alice wieder in gewohnter Form und wurde Dritte im Preis von Nordrhein-Westfalen. Und nun Platz zwei bei einer Global Champions Tour-Etappe. Blum selbst war ziemlich überwältigt und gab bescheiden zu: „Ich war schon ganz schön nervös und es war sicher nicht mein bestes Stechen, aber Alice ist sehr schnell und ich bin sehr stolz darauf, wie sie das hier heute gemacht hat.“

Die weiteren Deutschen

Noch einer aus der Reihe der deutschen Springreiter dürfte heute sehr glücklich sein: Ludger Beerbaum. Seine Neuerwerbung Chacon verpasste das Stechen nur aufgrund eines Zeitfehlers und belegte damit Rang vier.

Sowohl Felix Haßmann auf Cayenne WZ als auch Marco Kutscher und Clenur sammelten zwölf Strafpunkte im Normalparcours. Daniel Deußer und Hidalgo V schieden aus.

Turnier in Berlin – gerne wieder!

Die Premiere der Global Champions Tour im Berliner Sommergarten kann man als rundum gelungen bezeichnen. Der Sieger freute sich ganz besonders, weil die Besitzerin seines Pferdes, Marion Jauß, Schwester von Madeleine Winter-Schulze, Berlinerin ist und sich sehr stark gemacht hat für das Hauptstadt-Turnier. Der Einsatz aller Beteiligten hat sich gelohnt. Auch wenn Veranstalter Volker Wulff etwas beunruhigt war: „Ich war in Sorge, dass die enormen Regenmassen der vergangenen Woche dem Boden sehr zusetzen würden, aber die Fläche ist gut zu bereiten.“ Tatsächlich trockenete aber nicht nur der Platz, sondern auch die Ausstellungsfläche recht schnell ab, so dass man sich auch über Zuschauermangel nicht beklagen konnte. Christian Ahlmann: „Ich bin total überrascht, dass gleich bei dem ersten Turnier so viele Zuschauer da waren. Der Sommergarten bietet aber auch wirklich tolle Möglichkeiten fürs Publikum, nah dran zu sein und die Stimmung war super.“

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