Berufsreiterchampionat Springen 2018: Hans-Thorben Rüder legt in der ersten Qualifikation vor

Hans-Thorben Rüder Orlanda Großer Preis Kiel 2015

Hans-Thorben Rüder, hier im Sattel von Orlanda, kann sich nach der ersten Qualifikation gute Chancen für das Finale im Berufsreiterchampionat Springen 2018 ausrechnen. (© Frieler)

In Bad Oyenhausen wird dieses Wochenende das Berufsreiterchampionat der Springreiter ausgetragen. Ganz locker wollte es Hans-Thorben Rüder angehen lassen. Das schien ein gutes Erfolgsrezept zu sein.

Hans-Thorben Rüder konnte sich gegen 50 weitere Starter in der ersten Qualifikation durchsetzen. Fehlerfrei und in 64,59 Sekunden absolvierte er mit Holsteiner Stute Upsala den Parcours. „Locker weg“ wollte der 44-Jährige heute eigentlich unterwegs sein, ohne großen Druck. Gegenüber dem Westfalen-Blatt räumte er nach seinem Sieg dann aber doch ein: „Es gab heute relativ viele Nuller, daher bin ich zügig geritten.“

Tatsächlich konnte fast die Hälfte der Teilnehmer den Parcours ohne Hindernisfehler absolvieren. Die zweitschnellste Zeit gelang dabei Henrik Griese auf seiner Westfalen Stute Lissbonia. Nach 64,86 Sekunden blieb die Uhr für das Paar stehen. Direkt dahinter reihte sich Vorjahressieger Mathis Schwentker ein. Der Pferdewirtschaftsmeister sattelte in diesem Jahr Mocca, eine erst achtjährige Monte Bellini-Tochter. In 65,43 Sekunden flogen die beiden über die Hindernisse. Mit seinem zweiten Pferd Louis Vuitton landete Schwentker zudem auf Rang acht.

Unter den weiteren Platzierten findet sich auch eine Amazone, die sonst vor allem im Busch für Schlagzeilen sorgt: Vielseitigkeits-Weltmeisterin Sandra Auffarth war ebenfalls mit zwei Pferden am Start. Auf Nupafeeds’s La Vista belegte sie nach einer fehlerfreien Runde Platz elf. Etwas langsamer und deshalb nicht mehr platziert, aber ebenfalls ohne Hindernisfehler war sie mit Landlord unterwegs.

Fußball? Tennis? Dann doch lieber Springreiten!

Jan Wernke, der im letzten Jahr Zweiter werden konnte, fehlt dieses Jahr auf der Starterliste. Nicht beim Reiten, sondern ausgerechnet beim Fußballspielen, hatte sich der Pferdewirt aus dem Münsterland eine Verletzung zugezogen. Augen auf bei der Wahl des richtigen Sports!

Hans-Thorben Rüder und seine 14-jährige Upsala führen nun auch die Gesamtwertung an und können sich gute Chancen für das Finale am Samstag ausrechnen. Dieses wird traditionell mit einem Pferdewechsel für die besten Drei ausgetragen. Zuvor steht aber heute noch die zweite Qualifikation an, welche 1,5-fach in die Wertung einfließt. Trotz Schlechtwetter-Prognose will Rüder auch diese gelassen angehen und stellte nüchtern fest: „Wir sind ja keine Tennisspieler und nicht aus Zucker.“

 

Alle Ergebnisse  der ersten Qualifikation finden Sie hier.

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