Cannes: Regen-Sieg für Scott Brash bei fünfter GCT-Etappe

Er sei das Wetter gewohnt, lautete die einleuchtende Erklärung des Manns aus Schottland für seinen Mal-wieder-Erfolg bei der fünften Global Champions Tour-Etappe in Cannes. Nun ja, Scott Brash, das ist doch ein bisschen arg bescheiden!

Schließlich hat Scott Brash mit seinem Hello Senctos im vergangenen Jahr sowohl das finale Springen als auch die Gesamtwertung der höchstdotierten Springsportserie der Welt gewonnen. Und auch in Cannes waren sie mal wieder deutlich fitter als der Rest des Feldes. Immerhin neun Paare hatten das Stechen erreicht nach zwei Umläufen, die hart aber fair waren, wie der Sieger feststellte. Brashs Bestmarke waren fehlerfreie 31,99 Sekunden, was an diesem Tag keiner mehr toppen sollte. 99.000 Euro waren der Lohn für die Mühe. Brash erklärte, er wolle sich jetzt eine Woche Auszeit nehmen und dann in Monte-Carlo, Paris und Estoril an den Start gehen „da sind gerade so viele gute Turniere!“ Wohl wahr …

Platz zwei in der Film-Stadt Cannes ging an die Portugiesin mit der zehnjährigen Hannoveraner For Pleasure-Tochter Fit For Fun, die definitiv ein Pferd für die Zukunft ist. „Eines Tages werde ich ganz oben auf dem Podium stehen. Ich bin wirklich glücklich“, meinte ihre Reiterin. „Das ist ihr zweiter GCT-Grand Prix und sie hat wirklich ihre Beständigkeit im Sport bewiesen. Und Uliano (Vezzani, der Parcours-Designer, Anm. d. Red.) hat einen fantastischen Job gemacht, wie er die Pferde geschont hat.“

Dritter wurde Kevin Staut auf seinem Toppferd Silvana HDC, die relativ am Anfang des Stechens ran mussten. „Ich habe mein Bestes gegeben, aber es hat nicht ganz gereicht. Wir hatten Glück, dass der Regen aufgehört hat und ich möchte allen zu einem Superturnier wie diesem gratulieren. Es ist ein fantastisches Gefühl, hier zu reiten.“

Schnellster Reiter im Stechen war Hans-Dieter Dreher, dessen Hannoveraner Hengst Embassy II nach 31,42 Sekunden ins Ziel kam, leider mit einem Klotz am Bein Platz sechs. Ebenfalls ins Stechen geschafft hatten es Daniel Deußer und Fyloe vh Claeyssenhof. Acht Fehler in 33,42 Sekunden bedeuteten Rang neun. Zu den Platzierten zählte auch Christian Ahlmann mit Cornado II nach einem Abwurf im zweiten Umlauf. Mit demselben Resultat endete das Springen auch für den Belgier Gregory Wathelet auf dem vor kurzem übernommenen Atlantus, der zuvor unter anderem mit Andreas Kreuzer ging.

Marcus Ehning und Plot Blue hatten im ersten Umlauf, der aufgrund der widrigen Wetterbedingungen den Paaren einiges abverlangte, zwei Fehler. Johannes Ehning mit Quintana Roo und Ludger Beerbaum auf Chaman verzichteten auf die Fortsetzung des Rittes. Meredith Michaels-Beerbaum trat mit ihrem Neuen, Fibonacci, gar nicht erst an.

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