Hamburg: Daniel Deußer und „Aushilfe“ siegreich im ersten Global Champions League-Springen

Daniel Deußer und Killer Queen, Hamburg 2019

Daniel Deußer und Killer Queen, Hamburg 2019 (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Es seien große Fußstapfen, in die Killer Queen treten müsste, sollte sie eines Tages den Stellenwert eines Cornet d’Amour in seinem Stall einnehmen, hatte Daniel Deußer noch vor knapp einem Jahr gesagt. Dem ist die Stute heute in Hamburg einen Schritt näher gekommen.

Als „Aushilfe“ habe er Killer Queen mit nach Hamburg genommen, berichtete Daniel Deußer nach der Siegerehrung der Presse. Die Stute sei noch jung und wachse in die große Tour hinein.

Killer Queen geht seit 2017 unter Daniel Deußer. In der Youngster-Tour avancierte sie zur Seriensiegerin. 2018 setzte Deußer sie sowohl in Nachwuchsspringen als auch schon für größere Aufgaben ein. So gewannen sie eines der Youngster-Springen beim CHIO Aachen und wurden im Finale Zweite. Aber sie siegten zum Beispiel auch im CSI3* Großen Preis von Bonheiden und waren platziert in Windsor, Villach, Mechelen usw.

Dafür, dass er eigentlich nur mal schauen wollte, wie sie mit einem Stadion wie dem von Hamburg zurecht kommt, war der Auftritt von Daniel Deußer und der neunjährigen Eldorado vd Zeshoek-Tochter bemerkenswert souverän. Man könnte sagen: Killer Queen mit dem Killer-Instinkt. Fast drei Sekunden schneller war sie als der Rest des Feldes. 70,66 zu 73,43 Sekunden.

Letztere lieferten die US-Amazone Margie Goldstein-Engle und der rheinische Diarado-Sohn Dicas, gefolgt von der ebenfalls für die USA reitenden Lauren Hough auf Waterford mit 74,93 Sekunden.

Platziert waren auch noch zwei weitere deutsche Paare, Hans-Dieter Dreher und der inzwischen 18-jährige Hannoveraner Embassy II auf Rang acht und Maurice Tebbel mit Don Diarado als Zehnte.

Derby? Nein, danke!

Danach gefragt, ob das Derby ihn nicht auch mal reizen würde, erklärte Daniel Deußer: „Es reizt mich nicht so. Ich hab’s halt mehr so mit den Stangen, die auch runterfallen.“

Er betonte auch, dass viele Pferde, die eigentlich nur in „normalen“ Springen unterwegs sind, bei den festen Hindernissen große Augen machen. Das, und auch der Rasenplatz, ist für viele Pferde ungewohnt. „Wir springen ja meistens auf Sand. Bei Rasen werden auch Spitzenpferde zum Teil vorsichtiger. Andere lieben es und springen dann noch einmal zehn Zentimeter höher.“

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