Isabelle Grandke Dritte im U25-Großen Preis in Opglabbeek und mehr Ergebnisse aus den Parcours

Featurebild Springen

Featurebild Springen (© www.toffi-images.de)

In ganz Europa verteilt sammelten deutsche Reiter am Wochenende fleißig Schleifen mit ihren Pferden in internationalen Parcours. So sprang Isabelle Grandke im U25 Großen Preis im Sentower Park auf Rang drei, während Luisa Himmelreich im Großen Preis über 1,50 Meter in Vilamoura, Portugal, Zweite wurde.

Der zweibeinige Nachwuchs im Springsattel traf sich im belgischen Opglabbeek für eine Children-, eine Junioren- und eine U25-Tour. Die Höhepunkte des Wochenendes, die Großen Preis wurden dabei zur Beute skandinavischer Reiter und einer Reiterin aus dem Baltikum.

Letztere war My Relander aus Estland und hatte für den Großen Preis der U25-Tour ihren 13-jährigen KWPN-Wallach Expert gesattelt. Bei dem Ustinov-Sohn ist der Name Programm, wenn es gegen die Zeit geht. So sammelten die zwei schon mehrere internationale Siege und hohe Platzierungen bis 1,40 Meter-Springen. 2019 nahmen sie als Einzelstarter an der Junge Reiter-EM in Zuidwolde (NED) teil. Zusammen Turniere bestreiten Relander und Expert aber bereits seit 2016. In Opglabbeek gab es für das Paar nun gleich zwei Siege an einem Wochenende. In einem Fehler-Zeit-Springen am Freitag führten sie ebenso die Ehrenrunde an wie im Großen Preis am Sonntag. Die siegreiche Zeit lautete hier 33,98 Sekunden.

Das Nachsehen hatte Mathis Burnouf aus Frankreich mit Nouvelle V. H. Veldhof, einer neunjährigen belgischen Stute, und der fehlerfreien Runde im Stechen in der Zeit von 34,59 Sekunden.

Dahinter platzierte sich Isabelle Grandke aus Berlin mit Quukske Z an dritter Stelle. Die Uhr im Stechparcours der 13-jährigen Quasimodo Z-Tochter und ihrer 21-jährigen Reiterin stoppte nach 35,36 Sekunden. Es ist der bisher größte Erfolg des Paares in einem Großen Preis über 1,45 Meter. Internationale Turniere bestreiten Grandke und Quukske Z, die von Frank Krückel in den Sport gebracht wurde, seit nunmehr fünf Jahren.

Unter die besten Zehn im Großen Preis schafften es mit Mick Haunhorst mit Ireland und Anna-Maria Grimm mit Grace WB noch zwei weitere deutsche Teilnehmer. Sie belegten die Ränge sieben und neun.

Skady Trümper beste Deutsche im Großen Preis der Children

Im U14 Großen Preis über 1,25 Meter siegte die Dänin Selma Hundborg Dresler mit ihrer 16-jährigen Oldenburger Stute Rihanna und der Zeit von 29,89 Sekunden im Stechen. Neben ihr schafften es elf weitere Reiter-Pferd-Paare. Die beste Runde im Stechen aus deutscher Sicht gelang Skady Trümper mit der neunjährigen Abke-Tochter Abea, die von Familie Trümper selbst gezüchtet wurde. Hier stoppte die Uhr nach 32,83 Sekunden, was am Ende Platz sechs bedeutete.

Marie Flick Neunte bei den Junioren

Bei den Junioren ging es über die Abmessungen von 1,40 Meter. Dort waren es ebenfalls zwölf Kombinationen, die es dank einem fehlerfreien Umlauf ins Stechen schafften. Hier hatte Jone Illi aus Finnland die Nase vorn und saß dabei im Sattel der 13-jährigen Verdi-Tochter Eolita L (0/35,1 Sekunden). Mit dem zweiten von zwei fehlerfreien Stechritten sicherte sich Noora Von Bülow (GBR) mit Interstar B Rang zwei der Konkurrenz (0/35,72). In diesem Springen war es Marie Flick, die für Deutschland die Fahnen hoch hielt und dabei im Sattel eines Deutschen Sportpferdes saß: Charlott v. Colestus, eine elfjährige Stute. Die beiden schafften es ebenfalls ins Stechen, bekamen aber dort sechs Strafpunkt und wurden damit Neunte (6/52,00).

Alle Ergebnisse aus Opglabbeek finden Sie hier.

Vilamoura: Luisa Himmelreich Zweite im Großen Preis

Auch im Großen Preis von Vilamoura an der Algarve in Portugal schafften es nur zwei Starter, nach einem fehlerfreien 1,50 Meter hohen Normalparcours auch im Stechen null zu reiten. Allen voran war das der Belgier Jeroen Appelen mit seinem zehnjährigen belgischen Wallach Moningo – D Van’t Heyveld v. Thunder van de Zuuthoeve. Die beiden nahmen ihrer Konkurrenz mit der Zeit von 37,81 Sekunden noch fast fünf Sekunden (!) ab.

Zwar gab es Stechteilnehmer, die noch schneller waren als das belgische Paar. Aber diese sammelten eben allesamt auch Fehler auf dem Weg ins Ziel. Keinen Fehler erlaubten sich hingegen Luisa Himmelreich und Clenur. Die Mutter der Nachwuchsspringreiterin und diesjährigen Junioren-EM-Teilnehmerin Naomi Himmelreich und der 16-jährige OS-Wallach v. Carinue kamen ohne Strafpunkte in der Zeit von 42,7 Sekunden ins Ziel und wurden somit Zweite. Es ist damit die dritte Top fünf-Platzierung in einem 1,50 Meter Großen Preis innerhalb der letzten fünf Wochen, in denen das Paar unter der Sonne Portugals unterwegs ist.

Am Sonntag stand in Vilamoura als Höhepunkt ein Drei-Sterne-Nationenpreis auf dem Programm. Eine deutsche Equipe war dort nicht am Start. In dem Springen mit zwei Umläufen hatten am Ende die Franzosen die Nase vorn. Für das Team ritten Juliette Faligot mit Arqana de Riverland (0/0), Jules Orsolini mit Charlotte (12/8), Margaux Rocuet mit Djibouti de Kerizac (0/0) und Maelle Martin mit Bise de Bardellieres (4/4).

Alle Ergebnisse aus Vilamoura finden Sie hier.

Gerfer gewinnt auf Schloss Wickrath

Derweil ging es im wichtigsten Springen in Mönchengladbach am Sonntag ebenfalls über 1,45 Meter mit Stechen. Hier konnte sich Isabelle Gerfer über den Sieg mit der neunjährigen Kannan-Tochter Kannan Belle freuen.

Im Großen Preis von Lier siegte Annelies Vorsselmans (BEL) mit Acuero, gefolgt von Oliver Lazarus (RSA) mit Butterfly Ennemmel und an dritter Stelle Tim Rieskamp-Gödeking mit IB Ventago. Das Pendant dazu im italienischen Gorla Minore ging derweil an Pius Schwizer mit Casallino, gefolgt von vier weiteren Schweizern auf den Plätzen zwei bis fünf und Christoph Könemann mit Heavy vd Felixhoeve an sechster Stelle.

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