Marco Kutschers Clenur zu Cian O’Connor

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Marco Kutscher und Clenur. (© Pauline von Hardenberg)

Cian O’Connor hat ein neues Pferd im Stall, eines aus Deutschland: den OS-Wallach Clenur von Marco Kutscher.

Damit verliert Marco Kutscher eines seiner erfolgreichsten Pferde in der vergangenen Saison. Auf seiner offiziellen Facebook-Seite schreibt der irische Springreiter Cian O’Connor, Mitglied des Gold-Teams bei den Europameisterschaften in Göteborg:

„Willkommen in Karlswood, schöner Clenur. Der elfjährige Wallach wird Teil meines Pferdeteams, das kommende Woche nach Florida reist. Er ist ein Pferd, das zuvor von Marco Kutscher mit großem Erfolg geritten wurde. Ich freue mich darauf, eine solide Partnerschaft mit ihm für die kommende Saison aufzubauen.“ Quelle: www.facebook.com/cianoconnorofficial

Entdeckung von Armin Himmelreich

Seine ersten Springpferdeprüfungen ging Clenur unter Wolfgang Lehnert. 2012 saß erstmals Luisa Himmelreich im Sattel des Carinue-Sohnes. Sie stellte den Wallach auf L- und M-Niveau vor, bis Armin Himmelreich selbst in den Sattel stieg. Ihm gehörte Clenur auch bis dato. Die beiden waren vor allem auf Zwei- und Drei-Sterne-Turnieren am Start. 2016 übernahm dann Marco Kutscher Clenurs Zügel. Unter dem einstigen Europameister sammelte Clenur auch rasch die ersten Fünf-Sterne-Platzierungen. Unter anderem gehörten sie zum siegreichen Nationenpreisteam in Aachen (wenn auch als Streichergebnis), wurden jeweils Dritte mit dem Team bei den Nationenpreisen von Rotterdam und Spruce Meadows und belegten dort außerdem Rang sieben im Großen Preis.

Über Clenurs neuen Reiter

Cian O’Connor ist einer der erfolgreichsten irischen Springreiter überhaupt. Die Europameisterschaften in Göteborg waren bislang sein erfolgreichstes Championat, bei dem er neben Mannschaftsgold auch Einzelbronze holte. Einzelbronze gab es auch bei den Olympischen Spielen 2012 in London, damals auf einem anderen Oldenburger: Blue Loyd. Nur ein Titel wäre noch mehr wert gewesen in der Liste des Iren: der Olympiasieg 2004 in Athen. O’Connor war damals schon als Sieger gefeiert worden, da stellte sich heraus, dass sein Pferd Waterford Crystal eine verbotene Substanz im Blut hatte, die auf der Dopingliste stand. Der Olympiasieg wurde O’Connor aberkannt.

Neben seiner eigenen Karriere im Sattel ist Cian O’Connor auch als Trainer im Einsatz. Unter anderem unterrichtet er die US-Amerikanerin Lillie Keenan. Sie ist die neue Reiterin von Meredith Michaels-Beerbaums Fibonacci. Zuletzt hatte man aber nicht sie im Sattel des Schimmels gesehen, sondern ihren Trainer. Unter anderem waren die beiden gerade Fünfte im Rolex Grand Prix von Genf. Auf Nachfrage von St.GEORG hatte O’Connor erklärt, er reite die Pferde seiner Schüler von Zeit zu Zeit, wenn es nötig sei. Aber es solle keine Dauerlösung sein, dass er „Nacho“ weiter reitet. Dafür hat er ja nun ein anderes Pferd aus deutschem Beritt.

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