Munich Indoors: Der kleine Bruder macht’s vor

Beim Championat von München gab es ein Bruderduell im Stechen: Felix und Toni Haßmann ritten im ersten Umlauf beide eine fehlerfreie Runde. Am Ende hatte der kleinere Bruder die Nase vorn.

Mit dem elfjährigen Fuchs Horse Gyms Balzaci v. Balou du Rouet holte sich Felix Haßmann mit einer Nullrunde und einer Zeit von 41,14 Sekunden den Sieg im Championat von München und damit gleichzeitig in der Qualifikation für die Wertungsprüfung des Riders Tour-Finales. Der 28-jährige wollte es wissen und ritt eindeutig auf Zeit, nicht auf Sicherheit. Und das zahlte sich aus: 7.500 Euro bekam er für den Sieg. „Das Pferd hat heute sehr gut mitgemacht. Auf den vorletzten Sprung kam er mir aber ein bisschen sehr dicht“, so Felix Haßmann über das Stechen. „Zumindest nicht zu dicht“, scherzte der Drittplatzierte David Will.

 Auf dem zweiten Platz landete Lars Nieberg mit der elfjährigen Stute Casallorca v. Casall, auch er blieb fehlerfrei in einer Zeit von 43,04 Sekunden. Dritter wurde David Will aus dem Stall von Dietmar Gugler. Mit dem elfjährigen Schimmel Colorit v. Coriano schaffte auch er eine fehlerfreie Runde in 43,43 Sekunden. Nach einer längeren Verletzungspause feiert Colorit sein Comeback. „Da freue ich mich sehr“, sagte David Will nach dem Springen. Auch wenn er in der Riders Tour Wertung nicht mehr vorne mitmischen könne, habe er doch das Ziel, morgen beim Großen Preis vorne mitzureiten, so Will.
Toni Haßmann, derzeit Zweiter der Riders Tour-Gesamtwertung, wurde auf dem neunjährigen Wallach Classic Man v. Cornet Obolensky Vierter. Kurz wackelte im Stechen am Wassergraben die oberste Stange, blieb dann aber doch liegen (0/45,14). „Im ersten Umlauf hatten wir einen nicht so guten Start, bei der Distanz von eins auf zwei hat sich mein Pferd ein bisschen fest gemacht. Wäre das nicht gewesen, wäre ich das Stechen gar nicht mehr geritten“, fasste Haßmann seinen Ritt zusammen. Im Hinblick auf die Riders Tour schaut er eher auf seine Verfolger als nach vorne. Um die Gesamtwertung noch zu gewinnen, müsste Toni Haßmann morgen den Großen Preis gewinnen, Holger Wulschner, führender in der Gesamtwertung mit 19 Punkten Vorsprung, dürfte dabei keine Punkte sammeln. Eine minimale Chance auf den Sieg der Riders Tour gibt es. Aber ich möchte gerne einen Treppchen-Platz halten, das ist mein Ziel für morgen, erklärte der 39-Jährige.

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