Nach Beerbaum’schem Vorbild: Kevin Staut verleiht Quismy des Vaux an Patrice Delaveau

Quismy des Vaux und Kevin Staut in der Dortmunder Westfalenhalle

Quismy des Vaux und Kevin Staut in der Dortmunder Westfalenhalle (© Archivbild Julia Rau)

Weil Patrice Delaveaus Spitzenpferd Lacrimoso verletzt ist und er sonst nur Orient Express hätte, um zum Nationenpreisturnier (CSIO5*) nach Rom zu reisen, hat sein Teamgefährte Kevin Staut ihm seine Hilfe angeboten. Ganz selbstverständlich für ihn, denn er „liebt das System Beerbaum, wo der Reiter, der ein Pferd braucht, eines vom anderen bekommt.“

Beim Weltcup-Finale in Lyon hatte Delaveau in Führung gelegen. Doch dann zog sein Holsteiner Lacrimoso sich eine Verletzung zu, an der immer noch laboriert. Auch Orient Express war eine Zeitlang nicht im Einsatz und ist noch nicht wieder in Topform. Schwierige Zeiten also für Patrice Delaveau, der zudem gerade seinen jüngeren Bruder Stéphane mit 45 Jahren an einem Herzanfall verloren hat. So kam bei Kevin staut die Idee auf, seinem gebeutelten Freund die zehnjährige Dollar de la Pierre-Tochter Quismy des Vaux auszuleihen, mit der er unter anderem im Februar in Hongkong siegreich gewesen war sowie überhaupt zahlreiche Top Ten-Platzierungen bei Fünf-Sterne-Turnieren erreicht hatte in letzter Zeit. Staut witzelte, diese Geschichte würde bestimmt für mehr Aufsehen sorgen, als der Verkauf von London. Ernsthaft erklärte er, dass er das System Beerbaum liebe, wo „wenn ein Reiter ein Pferd braucht, ein anderer ihm eines gibt.“ Man darf gespannt sein, wie das neue französische Duo Delaveau/Quismy des Vaux (lautsprachlich passen sie ja schon mal gut zusammen!) sich in Rom päsentiert!

Quelle: Studforlife.com