Pan-Am Games: Pedro Veniss führt Brasilien zu Mannschaftsgold und nach Tokio

Lima 2019 Pan Am Games – Day 12

Pedro Veniss und Quabri de L'Isle (© Raul Sifuentes/Getty Images for FEI)

Nun haben sich auch Brasiliens Springreiter bei den Pan-Amerikanischen Spielen in Lima ihren Olympia-Startplatz für Tokio gesichert. Vor allem Dank Frontmann Pedro Veniss.

Damit ist Brasilien bei den Olympischen Spielen 2020 in allen drei Pferdesportdisziplinen vertreten. Sowohl die Dressur- als auch die Vielseitigkeitsreiter hatten sich ihre Mannschaftstickets zuvor mit je einer Bronzemedaille gesichert.

Und nun krönten die Springreiter die Superwoche der Brasilianer mit Gold. Dafür hatte eine stark besetzte Equipe gesorgt mit Marlon Modolo Zanotelli auf Sirene de la Motte (0/4), Eduardo Menezes auf Chaganus (8/8), Rodrigo Lambre und Chacciama (4/0) sowie Pedro Veniss mit dem bewährten Quabri de L’Isle (0/1).

Mit 12,39 Punkten setzte Brasilien sich gegen Mexiko durch, die damit eine weitere Fahrkarte für Tokio in der Tasche haben. Mit 22,97 Punkten setzte Mexiko sich gegen die USA durch, die mit 23,09 Strafpunkten Bronze gewannen. Da die USA aber als Mannschaftsweltmeister 2018 bereits qualifiziert sind für Tokio ging der dritte verfügbare Startplatz an die viertplatzierten Kanadier.

Für Mexiko ritten Enrique Gonzales mit Chacna (0/12), Eugenio Garza Perez auf Armani SI Z (4/0), Lorenza O’Farrill mit Queens Darling (0/16) und Patricio Pasquel auf Babel (8/0). Die USA wurden vertreten durch Alex Granato mit Carlchen W (16/5), Lucy Deslauriers mit Hester (8/0), Eve Jobs mit Venue d’Fees des Hazalles (0/8) und Elizabeth Madden mit Breitling LS (0/0).

Bemerkenswert: Chacco-Blue stellte in jeder Mannschaft Nachkommen, gleich zwei waren es im Team von Brasilien.

Für Mexiko sei diese Medaille sehr wichtig, betonte Teamreiter Eugenio Garza Perez. Sie sei das Ergebnis von drei Jahren Arbeit, in denen sie versucht hatten, den Sport in ihrem Land auf ein neues Niveau zu bringen. „Wir haben wirklich alles zusammengemacht, und ich denke, das hat man im Parcours gesehen. Wenn der eine nicht mehr konnte, ist der andere eingesprungen. Ich fühle mich geehrt, Teil dieses Teams mit so tollen Mitreitern zu sein. Davon haben wir seit langem geträumt.“

Eduardo Menezes erklärte im Anschluss: „Wir sind hergekommen mit dem Ziel, uns für Tokio zu qualifizieren. Das war unser Hauptanliegen. Und natürlich, diese Goldmedaille zu gewinnen.“

Schlüssel zum Erfolg

Darüber, wem sie das zu verdanken haben, ließ die siegreiche Mannschaft keinen Zweifel aufkommen: Philippe Guerdat, dem Schweizer Vater der Nummer eins der Weltrangliste, Steve Guerdat, der schon die Franzosen 2016 zu olympischem Mannschaftsgold in Rio geführt hatte. Nach einem wenig glücklichen Auftritt der Tricolore bei den Weltreiterspielen in Tryon war Guerdat von den französischen Verantwortlichen geschasst worden – sehr zum Unmut der Reiter, die allesamt hinter ihrem Trainer standen. So, wie jetzt die Brasilianer.

„Er war der Schlüssel zur Goldmedaille“, brachte die Mannschaft es auf den Punkt. „Er ist derjenige, der alle Techniken einbrachte und auch den Teamspirit. Wir haben alles ihm zu verdanken. Die Details in den richtigen Momenten und seine Erfahrung waren der Schlüssel. Wir können sagen, er ist der Goldtrainer.“

Philippe Guerdat hat somit auch dazu beigetragen, dass Pedro Veniss aktuell die Einzelwertung anführt, und mit Rodrigo Lambre ein weiterer Brasilianer an dritter Stelle liegt. Dazwischen ist die Kanadierin Erynn Ballard mit Fellini S aktuell auf Silberkurs.

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