Riesenbeck International: Der Chef holt den Großen Preis und verabschiedet einen langjährigen Sportpartner

Der Stall Beerbaum ließ sich die Butter nicht vom Brot nehmen im Großen Preis der Riesenbeck International Indoors. Der Chef selbst führte die Ehrenrunde an. Die Stalljockeys Christian Kukuk und Philipp Weishaupt gehörten ebenfalls zu den Schleifenträgern. Insgesamt war es ein sehr emotionales Wochenende für Ludger Beerbaum. Das ging schon Freitag los.

Denn am Freitag wurde Chaman offiziell aus dem Sport verabschiedet. Ludger Beerbaums langjähriger Erfolgshengst v. Baloubet du Rouet wird sich nun ganz seinen Pflichten als Deckhengst widmen. In würdigem Rahmen wurde dieses Ausnahmepferd in den Ruhestand verabschiedet (siehe Video).

Und dann folgte Sonntag der Erfolg im Großen Preis. Ludger Beerbaum: „Es ist immer schön, zu gewinnen. Heute hier zuhause zu gewinnen, ist besonders schön. Ich freue mich sehr!“ Da war der Großmeister im Springsattel glatt ein bisschen gerührt als er mit dem achtjährigen Oldenburger Cool Down v. Catoki als Sieger des Großen Preises ausgerufen wurde.

1,45 Meter maßen die Hindernisse im Umlauf, 1,50 Meter im Stechen. Für Ludger Beerbaum und Cool Down kein Problem – für neun weitere Paare allerdings auch nicht. Doppelnuller gab es viele. Aber nur einen, der den Stechparcours unter 34,57 Sekunden hinter sich brachte. Damit war dem Hausherrn die gelbe Schleife sicher.

Zweiter wurde Daniel Engbers auf dem ebenfalls oldenburgisch gezogenen Salitos v. Stalypso. Auch die beiden schafften es, unter 35 Sekunden zu bleiben. Bei 34,76 Sekunden stoppte die Uhr. Rang drei ging an den Beerbaum’schen Stallreiter Christian Kukuk im Sattel des Clinton-Sohnes Cordess (0/35,18). Kukuks Kollege Philipp Weishaupt belegte mit der achtjährigen Check In-Tochter Che Fantastica – auch dies ein Oldenburger Zuchtprodukt – Platz sechs.

Zweiter Erfolg für Familie Engbers in der Youngster-Tour

Nachdem sich Lokalmatador Daniel Engbers im Großen Preis nur dem erfolgreichsten Springreiter aller Zeiten geschlagen geben musste, sicherte sich sein älterer Bruder Stefan das Finale der Youngster Tour. Im Sattel der siebenjährigen Westfalenstute Cinzano Rose v. Carell bewältigte er den zweiten Teil gegen die Uhr des Zwei-Phasen-Springens fehlerfrei in genau 28 Sekunden.

Das Nachsehen hatten Thomas Holz und die Casall-Tochter De Lütt. Die Holsteiner Stute aus einer Cassini-Mutter ist aber auch erst sechs Jahre alt. Wem der Name bekannt vorkommt – De Lütt war vor wenigen Wochen Dritte im Finale des Bundeschampionats der sechsjährigen Springpferde.

Platz drei in diesem Springen ging nach Russland, an Anna Gorbacheva im Sattel von G’s Fabian, ein in den Niederlanden gezogener Gaillard de la Pomme-Sohn.

Alle Ergebnisse aus Riesenbeck finden Sie hier.

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