Spruce Meadows: Conor Swail überrascht sich selbst, Weishaupt wird Siebter

Conor Swail und Martha Louise, Sieger im Großen Preis beim Spruce Meadows National 2016.

(© Conor Swail und Martha Louise, Sieger im Großen Preis beim Spruce Meadows National 2016.)

Gestern ging es in Spruce Meadows, Kanada, im RBC Grand Prix präsentiert von Rolex um eine halbe Million Dollar. Den Löwenanteil davon sicherte sich der Ire Conor Swail.

Vor dem Springen meinte Conor Swail noch zu seinem Mitstreiter Eric Lamaze, er rechne sich nicht allzu viel aus für den Tag. Seine zwölfjährige schwedische Maloubet de Pleville-Tochter Martha Louise sei zu wenig auf Turnieren im Einsatz gewesen seit dem Winter Equestrian Festival in Florida. Die Stute sah das anscheinend ganz anders.

Fünf Paare hatten es ins Stechen des 1,60 Meter-Grand Prix geschafft. Eric Lamaze übernahm die Führung mit der Hannoveraner Stute Fine Lady v. Forsyth, die er vor zwei Jahren von Holger Wulschner übernommen hatte. Etwas, womit auch der Olympiasieger von 2008 nicht wirklich gerechnet hätte, als er die heute 13-jährige Stute übernommen hat. Damals hätte er nicht gedacht, dass sie eines Tages „ein solides 1,60 Meter-Pferd sein würde“. Doch Fine Lady lehrte Lamaze eines Besseren. Sie hat inzwischen bewiesen, dass sie bei einigen der größten Springen der Welt vorne mitmischen kann. „Sie hat mir gezeigt, dass sie jeden Parcours springen kann, wenn sie gut gemanagt und vorbereitet wird. Heute hat sie einen weiteren Schritt gemacht und ist heute ein schweres Springen ziemlich leicht gesprungen.“ Er sagt, die Stute sei ein sehr leichter, blütiger Typ, der nicht unbedingt die reine Kraft hat. „Das ist der Grund, warum sie in all den Zeitspringen und Stechen so schnell ist. Man muss ihr einfach das Selbstvertrauen geben, dass sie auf die großen Hindernisse schaut und daran glaubt, dass sie sie springen kann. Sie ist sehr talentiert und sehr vorsichtig. Es ist wichtig, dass sie viel Vertrauen zu mir hat und ich zu ihr. Auf diese Art und Weise kann ein kleines Pferd wie sie einige dieser großen Hindernisse springen.“

Zum Sieg hat es dennoch nicht geschafft, denn trotz mangelnder Routine nahm Martha Louise Fine Lady noch einige Sekunden ab im Stechen. Platz drei ging an den 20-jährigen (!) Cruising-Sohn Flixible mit Rich Fellers (USA) im Sattel.

Einziger Deutscher in Kanada war Philipp Weishaupt auf dem elfjährigen Hannoveraner Chico v. Cordalmé Z-Sandro, ein Pferd, das noch von Madeleine Winter-Schulzes verstorbenem Mann Dieter gezogen worden war und immer noch im Besitz der Mäzenin steht. Die beiden hatten einen Abwurf im ersten Umlauf und wurden Siebte.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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