Twente: Schleifen für Sosath und Blum, Niederländisches Duell auf dem Viereck

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Hendrik Sosath und Lady Lordana beim Hamburger Derby-Turnier (© www.paulinevonhardenberg.de)

Es geht erfolgreich weiter für die deutschen Springreiter in Twente. Die Dressurprüfungen finden ohne deutsche Beteiligung statt. Dafür kann man einen Blick auf die potenzielle EM-Konkurrenz werfen.

Höchstdotiertes Springen heute in Twente war ein 1,50 Meter-Zeitspringen, in dem es zwei Schleifen für Deutschland gab. Hendrik Sosath, der gerade Bronze bei den Deutschen Meisterschaften in Balve gewonnen hatte, hatte Lady Lordana gesattelt, wie fast alle seine Pferde auch sie selbst gezogen und ausgebildet. Das hat er gut hinbekommen, wie die zwölfjährige Lordanos-Tochter heute in fehlerfreien 73,49 Sekunden demonstrierte. Das bedeutete Platz sechs.

Simone Blum, die gestern mit Superstute Alice schon Zweite im Großen Preis gewesen war, sparte die Kräfte ihrer Stute für den morgigen Nationenpreis und ritt stattdessen den neunjährigen Corlensky G-Sohn Cool Hill. Auch der kam fehlerfrei durchs Springen und die 74,51 Sekunden reichten für Rang acht.

Das mit Abstand schnellste Paar waren Marc Houtzager und seine elfjährige Canturano-Tochter Sterrehof’s Dante für die Gastgeber: fehlerfrei in 66,87 Sekunden. Irlands Billy Twomey und die westfälische Lord Z-Tochter Lady Lou hatten das Nachsehen (69,72). Noch eine Lady wurde Dritte (71,18), diesmal eine First Lady G v. Whitaker unter Frank Schuttert (NED).

Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Soccero hatten einen Abwurf. 15 Fehler wurden es bei Uwe Schmitz und Qui Vie.

Cornelissen vs. Scholtens, Zoniks Comeback

Spannend war das Geschehen auf dem Viereck in Twente, nicht nur in der Nationenpreistour, die ohne deutsche Beteiligung stattfindet. Am Ende konnte sich Adelinde Cornelissen im Sattel ihres 15-jährigen Jazz-Sohnes Zephyr gegen das WM-Paar Emmelie Scholtens und Apache durchsetzen. Cornelissen kam mit 73,609 Prozent aus dem Viereck, Scholtens und Apache mit 73,348 Prozent. Dahinter landete mit 72,50 Prozent Diederik van Silfhout auf dem vierbeinigen Hoffnungsträger Espression, gefolgt von Hans Peter Minderhoud im Sattel von Zanardi (72,065) und Juliette Ramel mit Wall Street (70,630) als einzige nicht holländische, sondern schwedische Reiterin.

Im Nationenpreis zeichnet sich nach der ersten von drei Teilprüfungen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den niederländischen Gastgebern und den Schweden ab. Derzeit haben die Niederlande knapp die Nase vorn. Das haben sie vor allem Edward Gal und Zonik zu verdanken. Der dänische Zack-Sohn war seit den Weltreiterspielen in Tryon, die Weltcup-Etappe in Stockholm, wo er Siebte im Grand Prix (75,348) und Zehnter in der Kür geworden war (76,535).

Nun auf heimischem Boden gewann das Paar den Grand Prix mit 78,304 Prozent. Mit Platz zwei musste nach einer 78 Prozent-Runde Schwedens Juliette Ramel auf Buriel Vorlieb nehmen. Dritte wurde die ebenfalls für Schweden startende Therese Nilshagen auf Dante Weltino mit 77,739 Prozent.

Das zweitbeste niederländische Ergebnis lieferte auf Rang vier Emmelie Scholtens mit ihrer nächsten Championatshoffnung, dem Vivaldi-Sohn Desperado (75,913).

Über die beste Bewertung, die sie je in einem Grand Prix bekommen hatte, und den fünften konnte sich die U25-Kür-Europameisterin von 2018 freuen, die Britin Charlotte Fry: 74,413 Prozent auf ihrem Erfolgspferd Dark Legend v. Zucchero. Fry arbeitet im Stall van Olst in den Niederlanden, hat aber früher bei Carl Hester geritten. Sie war es auch, die im vergangenen Jahr den Van Olst-Hengst Glamourdale zum Weltmeister der jungen Dressurpferde machte.

Hinter dem britischen Top-Paar wurde es wieder Oranje dank Anne Meulendijks und Avanti mit 74,326 Prozent und Streichergebnis Hans Peter Minderhoud im Sattel von WM-Pferd Dream Boy (73,522).

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