Werder: Kira Wulferdings Bonita Springs mit über 78 Prozent zum Burg-Pokal Finale

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Kira Wulferding und Bonita Springs (© Schreiner)

Es hatte sich ja schon in der Einlaufprüfung abgezeichnet – die rheinische Boston-Tochter Bonita Springs war eine Klasse für sich in der Qualifikation für den Nürnberger Burg-Pokal 2019 auf Gestüt Bonhomme in Werder, Brandenburg.

Mit 78,024 Prozent und zahlreichen Highlights, besonders in der Galopptour sicherte sich die einstige Hannoveraner Siegerstute das Ticket fürs Burg-Pokal Finale im Dezember in Frankfurt. Dort wird sie dann zu den Jüngsten zählen, sie ist nämlich erst sieben Jahre „alt“.

Bonita Springs ist so ein richtiges Produkt Marke Kira Wulferding. Von Anfang an saß die Wittig-Schülerin im Sattel der talentierten Jazz-Enkelin, deren Vater der viel zu früh verstorbene Boston ist. Kira Wulferding hat Bonita Springs, die noch immer im Besitz ihrer Züchterin Ulla Katzorke-Hellweg steht, sehr dosiert eingesetzt in den vergangenen Jahren. Trotzdem präsentierte sie sich in der Prix St. Georges Sonderaufgabe schon mit großer Souveränität, leistete sich praktisch keinen Fehler.

Nachdem Bonita Springs die Hannoveraner Herwart von der Decken-Schau 2015 als Siegerin verlassen hatte, ritt Wulferding sie auch auf dem Bundeschampionat, wurde dort mit einer 7,7 14. 2016 war die Stute bereits in Dressurpferdeprüfungen der Klasse A siegreich. 2017 kehrte das Paar aufs Bundeschampionat zurück und belegte Platz elf im Finale der Fünfjährigen. 2018 wurde es nach zwei Siegen in Dressurpferdeprüfungen der Klasse M Platz sechs in Warendorf.

Dieses Jahr ging Bonita Springs im Mai ihre erste S-Dressur, die sie auf Anhieb gewann. In Redefin wagte Wulferding dann den ersten Versuch, sich für den Burg-Pokal zu qualifizieren. Das Paar belegte in beiden zugehörigen Prüfungen Rang vier. Und nun kam Werder, wo sie gestern schon die Einlauf- und heute die Wertungsprüfung gewannen.

Und wieder waren es die Gastgeber, die das Nachsehen hatten. Lena Waldmann und der Hannoveraner Christ-Sohn Cadeau Noir, der auf Gestüt Bonhomme stationiert ist, belegten wie zuvor auch schon Rang zwei, diesmal mit 74,366 Prozent.

Rang drei teilten sich zwei Paare mit jeweils 73,366 Prozent. Das war zum einen Thomas Wagner auf dem Soliman de Hus-Sohn Soul Men und zum anderen Holga Finken mit Gino, die auch gestern schon Dritte gewesen waren.

Für Lena Waldmann gab es heute zwei Schleifen. Für die zweite sorgte der fünftplatzierte, ebenfalls auf Bonhomme stationierte Morricone v. Millennium, Oldenburger Körsieger von 2014 und damit ebenfalls erst siebenjährig (72,976).

Waldmanns Abräumer-Turnier

Ihren Heimvorteil konnte Lena Waldmann bislang hervorragend nutzen. Gestern gewann sie den Grand Prix im Sattel des zehnjährigen Fiderdance v. Fidertanz, noch ein Bonhomme-Hengst. Mit 72,880 Prozent verdrängte der Oldenburger die bis dato führenden Charlott-Maria Schürmann und Burlington auf Rang zwei. Fiderdance konnte sich vor wenigen Wochen in München für das Finale des Louisdor Preises in Frankfurt empfehlen.

Ihre zweite Top drei Platzierung in der Königsklasse holte Lena Waldmann heute in der Grand Prix-Kür, diesmal im Sattel des Oldenburgers Sir Liberty v. Sir Landadel, der nicht nur auf Bonhomme wirkt, sondern auch hier zur Welt kam. Zwar wurde es „nur“ der zweite Platz für die beiden, aber diese Entscheidung war knapper, wie es knapper nicht geht. Sowohl die spätere Siegerin, Fabienne Müller-Lütkemeier auf Fats Domino (der wie Fiderdance auch ein Fidertanz-Sohn ist) als auch Waldmann und Sir Liberty kamen mit 76,150 Prozent aus ihrer Kür. Aber bei Punktgleichheit in der Kür gibt die Note für die künstlerische Gestaltung den Ausschlag für die Platzierung. Und die war bei Lütkemeier höher.

Platz drei sicherte sich Florine Kienbaum auf Doktor Schiwago mit 75,60 Prozent, gefolgt von Juliane Burfeind im Sattel von Fürstano (75,150).

Alle Ergebnisse von Gestüt Bonhomme finden Sie hier.

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