Wellington: Frauenpower im FEI-Nationenpreis, Team USA siegreich

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V. l. n. r.: Team USA gewann mit Margie Goldstein-Engle, Laura Kraut, Team-Chef Robert Ridland, Beezie Madden und Jessica Springsteen den FEI-Nationenpreis in Wellington (USA). (© FEI/Shannon Brinkman)

Der FEI-Nationenpreis geht in die nächste Runde! Beim Auftakt in Wellington setzte sich die Mannschaft aus den USA gestern in einem spannenden Stechen gegen die Briten durch. Das Besondere: beide Teams bestanden ausschließlich aus Springreiterinnen. Und das in einer Disziplin, in der noch immer deutlich mehr Männer auf der Weltrangliste zu finden sind als Frauen.

Für das Team USA ritten Jessica Springsteen, Margie Goldstein-Engle, Laura Kraut und Elizabeth „Beezie“ Madden. Ein ziemlich erfahrenes Quartett – besonders im Vergleich zu der britischen Mannschaft, die mit nur drei Reiterinnen antrat. Dennoch fiel die Entscheidung erst in einem Stechen nach zwei Umläufen, weil bis dato beide Teams gleichauf lagen. Aber der Reihe nach!

Nach der ersten Runde hatten zunächst die Vorjahressieger aus Irland gemeinsam mit den Briten die Führung übernommen. Im zweiten Umlauf blieb jedoch keiner der irischen Reiter fehlerfrei, so dass die Mannschaft schlussendlich auf den fünften Platz zurückfiel. Besser lief es hingegen für die Britinnen: Die erst 21-jährige Emily Moffitt, Mannschaftseuropameisterin der Jungen Reiter, blieb mit Winning Good zweimal null. Ihre Teamkollegin Alexandra Thornton kam mit dem Cornet-Obolensky Sohn Cornetto auf insgesamt einen Abwurf, ebenso wie die dritte im Bunde, Amanda Derbyshire mit Cornwall. Machte also insgesamt acht Strafpunkte für die britische Mannschaft.

Das gleiche Ergebnis stand nach beiden Umläufen auch auf dem Konto der US-Amerikanerinnen. Hier war es Laura Kraut, die mit dem Holsteiner Confu eine Doppel-Nullrunde lieferte. Bei Jessica Springsteen und Zecilie sowie Margie Goldstein-Engle und Royce fiel in Runde eins jeweils eine Stange. Auch Beezie Madden und Darry Lou kamen auf einen Abwurf – inklusive Streichergebnis waren das schon nach dem ersten Umlauf acht Strafpunkte für das Team. Dafür lief es dann in Runde zwei umso besser: Nachdem ihre Kolleginnen allesamt strafpunktfrei aus dem Parcours kamen, musste Beezie Madden erst gar nicht mehr antreten.

Entscheidung im Stechen

Die große Stunde der Mannschaftsolympia- und Weltcup-Siegerin kam dann allerdings im Stechen, in dem nur noch eine Reiterin pro Team starten musste. Mit einer schnellen Nullrunde in 33,11 Sekunden konnte Beezie Madden die Konkurrenz ordentlich unter Druck setzen. „Er liebt es zu galoppieren! Er lässt sich tatsächlich super reiten und ist nicht empfindlich, man kann ihn also gut zurücknehmen und losschicken – und er ist der Situation voll gewachsen. Es macht sehr viel Spaß ihn zu reiten!“, schwärmte die 56-Jährige im Anschluss von ihrem KWPN Wallach Darry Lou.

Nun war es also an Alexandra Thornton und ihrem erfahrenen Cornetto, den Sieg für die Briten zu holen. Und auch diese beiden blieben fehlerfrei, waren jedoch etwas langsamer unterwegs. Nach 36,34 Sekunden stoppte die Uhr für die 27-jährige Britin – das war ein mehr als beachtlicher Platz zwei für die Mannschaft von Di Lampard. Das Podium komplettierte das Team aus Mexiko, das insgesamt auf 17 Strafpunkten kam. Rang vier ging an die Kanadier mit 18 Strafpunkten.

Acht Mannschaften gingen gestern im FEI-Nationenpreis an den Start. Punkte für die potenzielle Teilnahme am Finale in Barcelona konnten allerdings nur die Reiter aus den USA, Mexiko und Kanada sammeln, die zur Nord- und Zentralamerikadivision gehören.

Alle Ergebnisse vom FEI-Nationenpreis in Wellington finden Sie hier.

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