Wellington: Kent Farrington siegt, Daniel Deußer wird Fünfter

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Kent Farrington (USA) und Creedance sprangen in Wellington zum Sieg. (© Sportfot)

Das wichtigste Springen am Sonntag beim CSI5* Wellington sicherte sich der US-Amerikaner Kent Farrington auf dem KWPN-Wallach Creedance. Auch Daniel Deußer konnte sich für das Stechen qualifizieren, dieses Mal im Sattel seines erfahrenen Tobago Z.

Die neunte Woche des Equestrian Winter Festivals in Wellington (USA) endete gestern mit einem 1,50 Springen, bei dem es um 73.000 Dollar Preisgeld ging. Bei der Turnierserie in Florida darf trotz des EHV-1-Ausbruchs in Europa weiterhin geritten werden, allerdings gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen. Als einziger deutscher Reiter war gestern Daniel Deußer am Start, dafür aber gleich mit zwei Pferden. Neben seinem Championatspferd Tobago Z hatte er auch die Stute Kiana van het Herdershof gesattelt, mit der er in Wellington schon mehrfach siegreich war.

Gestern lief es für die elfjährige Toulon-Tochter allerdings nicht ganz rund, so dass sie mit neun Strafpunkten aus dem Parcours kam. Stallkollege Tobago Z blieb hingegen einmal mehr ohne Abwurf und qualifizierte sich damit für das anschließende Stechen. Dort trafen Daniel Deußer und sein 13-jähriger Fuchs dann auf zehn weitere Paare.

Spannendes Stechen

Der Schwede Henrik von Eckermann legte als erster Starter ordentlich vor. Auf Glamour Girl absolvierte er das Stechen fehlerfrei in 35,10 Sekunden – eine Zeit, die am Ende für Platz drei reichen sollte. Zweiter wurde der Brasilianer Eduardo Menezes mit Quintol, einem 16-jährigen Oldenburger v. Quintender-Cento, der einst auf dem Gestüt Lewitz zur Welt kam. Den beiden gelang eine Nullrunde in 34,83 Sekunden.

Noch schneller unterwegs war Olympiareiter Kent Farrington auf dem 14-jährigen Creedance v. Lord Z. Nach nur 34,12 Sekunden galoppierte das Paar über die Ziellinie und holte sich damit den Sieg. Der Wallach stand übrigens einst im Besitz der Stephex Stables, für die bekanntlich Daniel Deußer reitet. Auch letzterem gelang im Stechen mit Tobago Z erneut eine fehlerfreie Runde. Allerdings fehlten ein paar Hundertstel für den ganz großen Erfolg – 35,87 Sekunden bedeuteten am Ende Rang fünf.

Nach seinem Ritt sagte Kent Farrington über sein Pferd: „Was an ihm so wunderbar ist, ist dass er in jeder Arena springen kann, ob in Aachen oder in Wellington, und immer alles gibt. Er ist von Natur aus schnell zwischen den Sprüngen und normalerweise muss ich ihn am Ende des Parcours immer etwas bremsen, sonst wird er manchmal zu aggressiv.“

Alle Ergebnisse aus Wellington finden Sie hier.